Bericht · Förderpreis

AIV-Förderpreis 2015 an "Peter Behrens School of Arts"

Kaiserswerth und Kalifornien

Zwei unterschiedliche Architekturkonzepte erhielten den ersten und zweiten Förderpreis des AIV Düsseldorf
Düsseldorf, 23.07.2015. Der AIV Düsseldorf prämierte zwei besondere Bachelor-Abschlussarbeiten von Absolventinnen der Peter Behrens School of Architecture. Beide Projekte können unterschiedlicher kaum sein: Der erste Förderpreis geht an Nadine Keusen (25) für ihren Entwurf eines Schiffsmuseums in Kaiserswerth, der zweite an Lisa Hoffmann (22 ) für ihren Entwurf eines Hotels an der kalifornischen Pazifikküste. Die sechsköpfige Kommission aus Vorstandsmitgliedern des AIV hatte aus 75 diesjährigen Bachelorarbeiten ausgewählt.

Konkretes Projekt für Kaiserswerth!
Ihr Entwurf kam schon beim öffentlichen Fachhochschul-Rundgang gut an: Ein Schiffsmuseum für das 2009 am Kaiserswerther Rheinufer gefundene Plattbodenschiff aus dem 18. Jahrhundert. Jetzt darf sich Nadine Keusen außerdem über den 1. Förderpreis des Düsseldorfer Architekten- und Ingenieurvereins (AIV) freuen. Mit 2.000 Euro prämierte der AIV ihren Entwurf einer Bleibe für das historische Schiffswrack. „Nadine Keusens Modell war uns zunächst nicht aufgefallen, besticht aber auf den zweiten Blick durch seine Einfachheit. Es nimmt einfühlsam Bezug auf das besondere Exponat und die unmittelbare Umgebung des Fundortes am Kaiserswerther Rheinufer. Dabei wird eine moderne, unaufdringliche Formensprache verwendet. Das Fundstück verteilt sich auf mehrere aneinander gereihte, nordisch anmutende Bootshäuser in Holzbauweise. Es entsteht eine mystisch-sakrale Atmosphäre.”, kommentiert Dieter Schmoll, 1. AIV-Vorsitzender die Wahl.

Zwar handelt es sich hierbei “nur” um die Abschlussarbeit zum Erwerb eines Bachelor-Abschlusses. Dass aber das Schiffsmuseum tatsächlich einmal danach gebaut werden könnte, das würden die AIV-Juroren ausdrücklich sehr begrüßen. “Zurzeit gibt es ja Überlegungen von verschiedener Seite in Düsseldorf, wie und wo man das historische Plattbodenschiff dauerhaft einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen könnte. Es wäre doch nahe liegend, wenn man seitens der Stadt auf diese geeignete Vorlage zugehen würde. Unsere Aufgabenstellung als Verein ist es auch, den architektonischen Nachwuchs in unserer Stadt zu fördern und ihm Entwicklungschancen aufzuzeigen. Unser Preis ist deshalb auch ein Appell, diese Vorlage ernsthaft auf Ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

 

Verantwortung für die Umwelt

Etwas weniger nahe gelegen ist das Projekt von Lisa Hoffmann, der Trägerin des 2. AIV-Förderpreises. Mit 1.000 Euro prämiert wurde ihr Entwurf für ein eher fiktives Hotel direkt an der kalifornischen Pazifikküste. Auch ihr Modell war dem AIV erst auf den zweiten Blick aufgefallen. Es stellt genau genommen eine „Negativform“ dar, weil es keinen massiven Baukörper vorsieht, der etwa auf einem Felsen an der Küste aufragt, sondern das Gegenteil. Ein vorhandener massiver Felsblock wird ausgehöhlt und bildet den naturgegebenen Innenraum des Hotels mit Fenstern und Balkonen zum Meer. „Das Besondere an diesem Entwurf ist, dass er über sich hinaus weist. Die Wohnform in vorgefundener, fast archaischer Naturumgebung, die Nutzung der natürlichen Felsenkühlung im heißen Kalifornien unter Verzicht auf künstliche energieaufwändige Klimatisierung – das alles weist auf die Fragestellung hin, wie wir morgen leben wollen und auf unsere Verantwortung gegenüber unserer Umwelt.“, so Dieter Schmoll.

AIV-Presseausschnitt_24-07-2015.pdf

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Bericht · Exkursion

Exkursion nach Kopenhagen vom 01.09. – 03.09.2017

Kopenhagen, die Hauptstadt von Dänemark, Residenz der dänischen Königin sowie Parlamentssitz ist in Skandinavien mit Ihren vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten (kleine Meerjungfrau, Tivoli, Schloss Christiansborg usw.) und Ihrer unübertroffenen Atmosphäre ein beliebtes Ziel für Touristen und wurde in diesem Jahr vom AIV Düsseldorf als weiterer Bestandteil in der mittlerweile langen Reihe von Architekturexkursionen aufgenommen. Doch sollte sich die Tour 2017 deutlich von den vergangenen Reisezielen Utrecht, Maastricht und Lüttich (Tagestour) sowie Hamburg, Rotterdam und Frankfurt (Exkursionen mit einer Übernachtung) unterscheiden. Nicht nur, daß diesmal zwei Übernachtungen sowie die An- und Abreise mit dem Flugzeug geplant waren und es mithin eine Menge zu organisieren gab. Es war keineswegs klar, ob eine solch aufwendige Reise überhaupt von unseren Mitgliedern gut angenommen und ein bereits im Vorfeld geblocktes Zimmer- und Flugkontingent ausgeschöpft werden würde. Glücklicherweise verflüchtigten sich derartige Gedanken schnell, denn nach Ankündigung des Ziels steigerten sich die Anmeldezahlen von Tag zu Tag auf eine Gruppenstärke von 43 Personen (wobei zwei Mitglieder zusätzlich vor Ort dazustossen sollten) und die Mindestteilnehmerzahl war voll erreicht.

Selbst die frühe Abflugzeit vom Düsseldorfer Flughafen (6:10 Uhr) und das noch frühere Rendezvous am Gate (5:30 Uhr) schreckte keinen der Architekturinteressierten. Im Gegenteil, alle waren pünktlich, gut gelaunt und voller Vorfreude; allerdings auch etwas müde, wobei sich dieser Umstand von einigen während des etwa einstündigen Fluges gut kompensieren ließ. Vor Ort machten wir unsere erste Bekanntschaft mit einem voll automatisierten Flughafen, bei dem das Personal wie auch bei der U-Bahn Kopenhagens auf ein Minimum reduziert wurde. Tatsächlich gibt es sogar in den Zügen weder Zugführer noch Schaffner und dennoch klappt alles hervorragend: Die Bahn ist pünktlich und befindet sich in einem sehr guten Zustand. Somit gab es keinen Anlass zur Klage.

Im Hotel angekommen (Wakeup, Nähe Nyhavn), setzte sich der Anfangseindruck einer stilvoll reduzierten, fast schon spartanischen Umgebung fort, in der das „dänische“ Design eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Doch was benötigt man schon außer einem vernünftigen Bett, einer sauberen Dusche und einem Dach über dem Kopf in einer der teuersten Städte Europas? Die Zimmer sollten ohnehin nicht der bevorzugte Aufenthaltsort der Reise werden und wurden erst später am Tag in Beschlag genommen. Zu dieser frühen Stunde war für alle Mitglieder eine erste individuelle Erkundung angesagt, die manche von uns u. a. zur Sølvgades Skole, vor die Nationalgallerie, zu Schloß Rosenborg, der Dreifaltigkeitskirche sowie zur Kathedrale Kopenhagens (Vor Frue Kirke) führte.

Zum Mittagessen traf sich die gesamte Gruppe in einem Smørrebrød-Restaurant (Restaurant M). Glücklicherweise waren die typisch dänischen Essenplatten vorbestellt, denn es war lecker und sättigend, allerdings für viele unmöglich per Speisenkarte zu definieren. Ergänzt um ein regionales Bier (Hell und Dunkel) fiel es jedem Teilnehmer dann auch leicht, sich in sein (in diesem Fall glückliches) Schicksal zu fügen.

Der anschließende Verdauungsspaziergang führte in Richtung Nyhavn, mit Blick auf das Schauspielhaus und die Oper, über die Inderhavnsbroen zum Architekturbüro COBE, wo uns eine deutschsprachige Mitarbeiterin Einblicke insbesondere in das Kopenhagener Riesenprojekt „Nordhavnen“ gewährte. Danach ging es immer weiter und wurde immer interessanter, denn es folgte eine zweistündige Bootstour, fachkundig begleitet von Anne Faurshoiv Hutschon und Ihrem kuriosen Deutsch mit stark dänischem Einschlag. Zunächst schipperten wir gemütlich in den Sydhavnen, vorbei an Den Sorte Diamant (der Dänischen Königlichen Bibliothek auf der Insel Slotsholmen) und unzähligen, höchst interessanten, meist sehr „stylish“ designten Bauwerken bis zur Sjællandsbroen, dann wieder in nördlicher Richtung nach Nordhavn mit einem entfernten Blick auf die futuristische Müllverbrennungsanlage (auf deren Dach zumindest noch nicht Ski gefahren wird) und für alle mit exzellenten Augen einem noch entfernteren Blick auf Malmö.

Nach einem kurzen Aufenthalt zur Erfrischung ging es dann am Abend zum gemeinsamen Dinner in das Restaurant Almanak – The Standard, auch hier wieder bestens vorbereitet vom Organisationsteam! Ein optimaler Ausklang des ersten, sehr langen Tages mit guten Gesprächen und dem Blick in zufriedene Gesichter. Was sollte uns denn jetzt noch nach so viel inspirierender Architektur an den nächsten Tagen erwarten? Die kurze Antwort: So einiges!

Zunächst fuhren wir am folgenden Tag mit der U-Bahn in Richtung Studentenheim Tietgenkollegiet, einem Rundbau in absoluter Stille, obwohl hier viele junge Leute auf engstem Raum miteinander leben. Selbst das in der Nachbarschaft gelegene Boligslangen, eine Art Sozialbau mit Eigentumsanteil, stört diese Ruhe in keinster Weise. Ganz im Gegenteil ist dieses Viertel, wie im Übrigen ganz Kopenhagen, so gut wie frei von Graffitis an den Wänden und Dreck auf der Erde. Entspanntes und rücksichtsvolles Miteinander scheint hier an der Tagesordnung zu sein, gestört allerhöchstens durch Touristen oder Schlachtenbummler, die Ihre Fußballmannschaft begleiten (am Abend vorher hatte Polen in Kopenhagen gegen Dänemark 4:0 verloren), oder gegebenenfalls durch den Lärm der Bautätigkeit, sobald wieder einmal moderne Architektur entsteht. Und davon gab es weiterhin viel zu sehen: Die Gebäude des Dänischen Rundfunks. Die Kopenhagener Konzerthalle, ganz in schwarz mit einer dreidimensionalen, verchromten, übergroßen Note davor. Die U-Bahn, oft benutzt, aber eben teilweise nicht „U-Bahn“ sondern gut funktionierende, pünktliche „Ü-Bahn“. Das Bella Sky Hotel, äußerst ungewöhnlich in der Form und beileibe nicht jedermanns Geschmack, aber immerhin Skandinaviens größtes Hotel mit einem weiten Blick über die Region. Die VM Hoeses mit einem nahezu durchsichtigen Wohnkonzept, welches der deutschen Mentalität sicherlich nicht entspricht, aber immerhin über ein extremes Balkondesign verfügt. Dem Mountain Dwelling, bei dem Wohnen und Parken in einem wie ein Hügel ansteigendem Komplex untergebracht wurden. Und 8 Tallet, wo unsere Gruppe in eine Art Kinderfest stolperte, die friedliche Atmosphäre in sich aufnahm und die hier beschriebenen, aber auch nicht erwähnten Fassaden und Gebäude noch einmal rekapitulierte. Fraglos war alles Gesehene interessant, aber nicht uneingeschränkt erstrebenswert. Denn wenn auch der Überraschungseffekt fast nicht abriss, so entgingen dem aufmerksamen Beobachter nicht die selbstverständlich ebenfalls vorhandenen Bausünden, die teilweise nachlässige Ausführung oder die manchmal nicht gründlich durchdachte Machbarkeit bzw. Berechnung der Statik (insbesondere bei den Balkonen).

Nach so vielen unterschiedlichen Eindrücken blieb auch Zeit für den Einzelnen und viele sorgten zunächst für das leibliche Wohl (u. a. mit dänischer Pizza, einer Köstlichkeit, die nicht viele kannten), um im Anschluß weiterhin durch Kopenhagen zu schlendern und diese wunderschöne Stadt zu erleben. Der gemeinsame Abend klang im Restaurant Hummer aus und wurde in einer der vielen Bars im Nyhavn beschlossen.

Die individuelle Gestaltung des Programms setzte sich am Tag der Abreise fort. Die AIV-Mitglieder konnten und wollten dennoch ein gelegentliches Aufeinandertreffen nicht verhindern, und so kamen einige an Schloß Marienborg zusammen und bewunderten die nicht unweit liegende Königsyacht. Wieder andere hatten sich ein Boot gechartert, schipperten durch die Kanäle und ließen sich ein verspätetes Frühstück bei nunmehr drei Tagen besten Wetters in Folge schmecken. Nur nicht allzu viel Architektur – die Überdosis der Tage davor hatte gesessen! Später fand sich die komplette Gruppe am „vollautomatischen“ Flughafen ein, erledigte noch kurz den Kauf diverser Mitbringsel und bestieg zu guter Letzt den Flieger nach Düsseldorf mit einem festen Vorsatz: Diese Stadt muß man wieder sehen!!!

Bericht

Besuch der Skulpturenhalle auf der Insel Hombroich am 31.05.2017

Die neu eröffnete Skulpturenhalle des Bildhauers Thomas Schütte auf dem Gelände der Insel Hombroich war einen Besuch wert.

Ein kunstinteressierter Kreis unserer Mitglieder war erstaunt über den auf einer Anhöhe errichteten 700qm großen tempelartigen Rundbau in ungewöhnlicher Konstruktionsart mit weit auskragender Dachkonstruktion und einem eigenwilligen Innenleben. Das Gebäude ist nicht nur Museum und Depot für die Werke von Thomas Schütte sondern eine Skulptur selbst, sozusagen ein begehbares Kunstwerk.

Unter der Führung von Frau Erika Zeileis, Mitglied in der Stiftung, erfuhren wir mehr über die Historie dieses erst jungen Bauwerks von Thomas Schütte, der die Umsetzung seiner Idee in die Hände der Architekten RKW Architektur + legte. Nach langer dreijähriger Planung mit immer wieder neuen Modellen und Anläufen für die Ausführung wurde der Pavillon im letzten Jahr Realität.

Die aktuelle, ebenso ungewöhnliche, Ausstellung der deutschen Holzbildhauerin Paloma Varga Weisz war mit der uns vermittelte Biographie der Künstlerin verständlich nahe gebracht. Die phantastischen figürlichen Darstellungen als verfremdete Wesen entrückten uns in eine andere Welt.

Der Abend fand einen schönen Ausklang im nahe gelegenen Biergarten des Bootshauses Minkel an der Erft.

Bericht

Tuchfühlung mit dem A380 / hinter den Kulissen Airport DUS

20 Mitglieder und Gäste des AIV Architekten- und Ingenieurvereines Düsseldorf nutzen am 21.07.2017 die Gelegenheit für einen ausgiebigen Intensiveinblick hinter die Kulissen des Flughafen Düsseldorf.

Ein sehr herzliches “Danke Schön” geht an die Mitarbeiter der Flughafen Düsseldorf Gesellschaft, die uns mit ihrem jeweiligen Fachwissen detailliert mit Hintergrundwissen über die Betriebsabläufe des Flughafens informiert haben.

Herr Michael Hanné, Geschäftsführer
Herr Rüdiger Burs, Leiter Technischer Betrieb
Herr Jens Broens, RLT Anlagen
Herr Andreas Ricken, Verkehrsleiter vom Dienst
Herr Andreas Mugge Verkehrsleiter vom Dienst

Der zeitliche Rahmen der Veranstaltung sprengte aufgrund der Fülle der gezeigten Inhalte die Kalendereinträge einzelner Teilnehmer. Zum Ende des insgesamt 4,5 stündigen Programmes war unsere Gruppe deutlich geschrumpft.

Der vielfach gewünschte Einblick in das Cockpit bzw. Innere des A380 blieb uns aus Sicherheitsgründen leider verwehrt.

Sehr gestaunt haben wir über eine im Vorfeld geparkte Boing 747 Privatmaschine einer ca. 30 köpfigen Reisegruppe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die zum Einkaufen nach Düsseldorf gekommen war. Besonders auffällig zeigten sich der blitzsaubere Zustand des Flugzeuges mit blitzend-blinkend auf Hochglanz polierten Chrom Einfassungen der Turbinen und Tragflächenkanten.

 

 

 

 

Bericht

Sommerfest des AIV am 18.07.2017

Am Abend des 18.07.2017 fanden sich knapp 90 Mitglieder und Gäste des ADV Düsseldorf auf der Dachterrasse der HPP Architekten in der Kaistraße 5 zum diesjährigen Sommerfest des AIV Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf zusammen.

Durch die perfekten Wetterbedingungen, die tolle Location mit Ausblick auf den Medienhafen und die Rheinkirmes am Horizont, den hervorragenden Grill- und Catering Service, die Versorgung mit ausreichend kalten Erfrischungsgetränken und die angeregten Gespräche unter den zahlreichen bestens gelaunten Gästen ergab sich eine rundum gelungene Veranstaltung.

Es freut uns und macht uns stolz, dass einige unserer Gastteilnehmer, überzeugt von der Qualität des Abends und den Berichten über unsere weiteren Vereinsaktivitäten, noch im Laufe der Veranstaltung Ihren Beitritt in den AIV Düsseldorf erklärt haben.

Wir machen weiter so. Versprochen!

 

Aktuelles · Bericht

Bericht zum Golftunier 2016

Einer mittlerweile fast fünfzehnjährigen Tradition folgend wurde auch im Jahr 2016 das AIV-Golfturnier für einige unentwegte Fahnenjäger ausgerichtet, wobei die bei allen Teilnehmern sehr beliebte Veranstaltung am 09.09.2016 tatsächlich zum ersten Mal im Düsseldorfer Golfclub stattfand.

Nach den bisherigen Turnieren in Hösel (2x), Duvenhof (2x), Velbert, Meerbusch (2x), Grafenberg, Krefeld und sogar Myllendonk wurde es allerdings auch allerhöchste Zeit dafür, zumal die Anlage zu den schönsten in der Umgebung gehört und die Gastronomie diesem Niveau in nichts nachsteht.

Die Vorfreude war also groß und keiner wurde enttäuscht, da auch das Wetter zu 100% „mitspielte“: Die Sonne strahlte über die Dauer des gesamten Turniers, heizte den 16 Teilnehmern aber glücklicherweise nicht zu sehr ein. Bei dem zu bewältigenden Layout des Platzes hätte das sicherlich sehr anstrengend werden können.

Und somit sorgten die Rahmenbedingungen konsequenterweise für tolle Ergebnisse im Format Texas-Scramble:

Als Sieger des Turniers durften sich mit sagenhaften 55 Nettopunkten das Team Markgraf, M./Weuthen/Mölle/Pröpper feiern lassen, wobei die folgenden Teams mit 54 bzw. 53 und 52 Nettopunkten ebenfalls tolle Leistungen ablieferten. Thema des Abends waren allerdings das Fast-Hole-in-One von Lisa Holst, die mit 58cm zumindest die Nearest-to-the-pin-Wertung gewann und der gelochte 96m-Schlag von Thomas Dausinger, der zum Eagle des Tages führte.

Entscheidend war aber wie immer die gute Stimmung unter den Freunden und Mitgliedern des AIV: Beim gemeinsamen Abendessen kam man wie immer schnell ins Gespräch (auch quer über den Tisch) und das ausgezeichnete Dreigang-Menü rundete diesen Wohlfühl-Tag in optimaler Weise ab.

Bericht · Meldung

Baustellenbesuch Andreasquartier

Am 25.08.2016 nutzen insgesamt 25 Mitglieder des Architekten- und Ingenieurvereines Düsseldorf das Angebot zur Besichtigung einer der derzeit prominentesten Baustellen im Düsseldorfer Stadtgebiet.

Vorgestellt wurde inmitten der Düsseldorfer Altstadt das Projekt „Andreasquartier“ durch Herrn Dipl.-Ing. Edgar Mungen als Bereichsleiter Projektentwicklung der Frankonia-Eurobau AG und Herrn Dipl.-Ing. Architekt Jurek M. Slapa, sop I architekten.

Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad erfreute sich unsere Besuchergruppe des herzlichen Empfangs in kühler Umgebung des prachtvollen Treppenhauses im denkmalgeschützten Altbau des ehemaligen Königlichen Amtsgerichtes.

Die Führung durch den „Blauen Salon“, das prachtvolle alte Haupttreppenhaus als neues Wohnzimmer der Stadt Düsseldorf, den ehemaligen Gerichtssaal, eine Penthousewohnung mit riesiger Dachterrasse und geringfügig eingeschränktem Blick auf den Rhein, die überraschend großzügigen Innenhoflandschaften, das Solitärgebäude als zukünftige Heimat des neuen Mutter Ey Cafés und das geräumige Dachgeschoss des Lifestylehouse spickten Bauherr und Architekt mit zahlreichen sehr interessanten Hintergrundinformationen zu Entwicklung und Entstehung des Projektes mit Wettbewerbsentscheid, Herausforderungen aus der Planungs- und Bauphase, zukünftigen Nutzungsarten der Neu- und Altbauten etc. und ließen dabei auch interessierte Fragen zu Kosten, Terminen, Bauqualitäten und auf den ersten Blick eher fragwürdig anmutenden TGA Installationen nicht unbeantwortet.

Zum Abschluss begrüßten wir die zuweilen zu heftigen Zweifeln an der Projektnutzung des Andreasquartiers führende unmittelbare Nachbarschaft der beliebt belebten „Ratinger Strasse“ und kehrten in einem dort ansässigen Traditionsbrauhaus ein.

Mit kühlen Getränken und einem kleinen Imbiss fand eine tolle Veranstaltung einen sehr schönen geselligen Abschluss.

Ein sehr herzliches „Danke Schön!“ geht an Edgar Mungen und Jurek Slapa

Bericht · Fortbildung

Wohnraumschaffung für Flüchtlinge

Forbildungsveranstaltung am 07.07.2016

Die Integration der nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge stellt sich derzeit als eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen dar. Die Unterbringung dieser Menschen, zunächst in Notunterkünften städtischer Einrichtungen, ist dauerhaft und in die Zukunft gerichtet zu lösen und stellt sich für die sehr stark betroffenen Städte unserer Region mit dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt zugleich als Problem und Herausforderung dar.

In einem Fachvortrag von Frau Lisa Marie Thelen, Drees und Sommer wurde über strukturelle Zahlen der Flüchtlingsströme und der Formen der Unterbringung berichtet. Bei einer derzeit in 2016 rückläufigen Entwicklung des Zustroms ist wegen der hohen Zahl aufgelaufener Anerkennungsverfahren jedoch von einem weiterschreitenden Bedarf an qualifizierten Unterbringungsmöglichkeiten in festen, dauerhaften Wohnungen auszugehen.

Der Vortrag ergänzt sich über Erläuterungen durch Herrn Christian Fürwentsches, Drees und Sommer, der projektleitend für die Stadt Essen bei der Realisierung von Unterkunftsgebäuden tätig ist.

In einem abschließenden, umfassenden Vortrag von Ekkehard Vincon, technischer Leiter des städtischen Tochterunternehmens IDR, stellt er das sogenannte Düsseldorfer Modell vor. Es wird auf Projekte und deren Erfahrung eingegangen. In eingeschossiger Bauweise mit sozialverträglichen Hausgruppen in einer Belegung von max. 200 Personen wurde zwischenzeitlich eine große Zahl dieser Haustypen im Düsseldorfer Stadtgebiet erfolgreich umgesetzt. Herr Vincon erläutert dem interessierten Kreis von Zuhörern das Prinzip der modularen Bauweise mit einem durchgängig hohen Qualitätsstandard.

Für die Architekten und Ingenieure sowie den Berufsstand der Projektsteuerer mit den in dieser Aufgabe eingebundenen Abteilungen städtischer Stellen ergeben sich neue, ungewöhnliche Planungsaufgaben bei einem sich verändernden Baurecht.

Die Veranstaltung wurde von der Architekten- und Ingenieurkammer als Fortbildungsveranstaltung mit 3 Stunden anerkannt.

 

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Exkursion Hamburg 2015

AIV Hamburg Exkursion am 4. und 5. September

Insgesamt 54 Teilnehmer erlebten eine abwechslungsreiche und harmonische Fahrt nach Hamburg. Der Hamburg Köln Express hatte uns eigens einen sonst für Partyzüge genutzten Abteilwagen zur Verfügung gestellt, der etwas abgegriffen wirkt aber eine gesellige Anfahrt ermöglicht. Vom Hamburger Hauptbahnhof gelangt die Gruppe geschlossen zum East-Hotel auf St. Pauli, einem interessant gestalteten Design – Hotel in einer historischen Gießerei.

Höhepunkt des ersten Tages ist die Besichtigung der Baustelle der Elbphilharmonie, die von den AIV Mitgliedern Hans Georg Balthaus und Christoph Breimann ermöglicht wurde. Nach langen Querelen scheint die Baustelle nun zügig der Fertigstellung entgegen zu gehen. Die Eröffnung soll im Januar 2017 stattfinden. Erste Abnahmen beginnen bereits Mitte nächsten Jahres. Der Gang durch die Foyers, die zwischen dem Abschluss des massiven Speichergebäudes und dem scheinbar darüber schwebenden Gläsernen Kristall liegen, lässt bereits erahnen, dass hier ein Jahrhundertbauwerk entsteht, auch wenn die Kosten mittlerweile unfassbare Dimensionen annehmen.

Über dem Foyer erschließen sich das Konzerthaus mit zwei Sälen, ein bereits fertig gestelltes Hotel   und einige Luxusappartements. Begeisternde Raumeindrücke setzen sich im Konzertsaal fort, der gerade mit tausenden unterschiedlich geformten und mit wellenförmigen Ornamenten gefrästen Gipsplatten ausgekleidet wird. Eindrucksvoll sind auch die Technikzentralen unter den geschwungenen Dachkonstruktionen. Die Fahrt mit der Fähre zurück nach St. Pauli ermöglicht die wellenförmige Fassade vom Wasser aus zu erleben. Der Himmel spiegelt sich in immer neuen Stimmungen wie auf einer Meeresoberfläche. – bereits jetzt das beliebteste Fotomotiv der Hansestadt.

Von den Landungsbrücken aus nehmen wir einen Abstecher durch den alten Elbtunnel, der vor rund 100 Jahren zur Verbindung der Werften am anderen Elbufer mit der Stadt gebaut wurden. Unter einem klassizistischen Kuppelbau windet sich  eine Freitreppe neben mehreren Personenaufzügen und großen  offene Aufzugplattformen, die für Fahrzeuge genutzt wurden, in die Tiefe.

Das Abendessen findet in wunderbarer Stimmung nahe dem alten Fischmarkt mit Blick auf die Elbe statt. Einige verlieren sich anschließend noch in der Haifischbar, in der schon Hans Albers sein Bier getrunken haben soll.

Am nächste n Morgen zeigt sich Hamburg mit seinem typischen „Schietwetter“. Heftige Regengüsse trüben die Hafenrundfahrt und vor allem den geplanten Rundgang durch die Hafencity, den wir völlig durchnässt abbrechen müssen. Ingo Kanehl  gibt uns beim Mittagessen im Architektursalon Hamburg in seinem Vortrag einen interessanten Überblick über die städtebaulichen Planungen der Hafencity, die er seit 15 Jahren begleitet und die ständig weiter geführt werden.

Vor der Rückfahrt am Nachmittag versöhnt uns Hamburg noch mit einem sonnigen Spaziergang entlang dem Neuen Wall und der Binnenalster. Bei der Rückfahrt im Zug wird schon eifrig über ein Ziel für eine AIV Exkursion im kommenden Jahr diskutiert.

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Bericht · Exkursion

Exkursion Hamburg 04.09/ 05.09.2015

Ein paar Eindrücke zu unserer Exkursion nach Hamburg.
Bericht

Rede des 1. Vorsitzenden anlässlich des AIV-Adventsessen

Lesen Sie die vollständige Rede des 1. Vorsitzenden hier:

Rede Weihnachten 2014

Bericht · Exkursion

Katharina Grosse, Düsseldorf

Am 23.10.2014 haben Mitglieder des AIV die Ausstellung “Katharina Grosse” im Museum Kunstpalast besucht. In dieser Ausstellung wird der Museumsraum mit Unmengen von Farbe, Erde und Stoffbahnen erweitert, überdeckt und überlagert. In einem weiteren Raum sind imposante Tafelbilder mit verschiedenen Farbkompositionen ausgestellt. Frau Dr. Becker hat in Ihrer Führung anhand der eindrucksvollen Farb- und Raumkompositionen dem Besucher die Ideen und das Denken der Künstlerin nahegebracht.
Bericht · Exkursion

Radtour Ruhrtalradweg 2014

So wie in den vergangenen Jahren fand auch 2014 die traditionelle Radtour des AIV statt, welche die Teilnehmer über ein knapp 50km langes Teilstück des Ruhrtalradweges führte, der zum wiederholten Mal vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) als Qualitätsradroute ausgezeichnet wurde.

Nach einer kleinen Reise mit dem Regionalexpress wurde die Strecke von Witten durch das Kemnader Naherholungsgebiet, an Hattingen und Bochum vorbei in Richtung des Essener Baldeneysees unter die Räder genommen. Neben dem schon üblichen guten Wetter setzte sich allerdings leider eine unangenehme Tradition fort: Von der ursprünglich angemeldeten Teilnehmerzahl blieben letztendlich nur einige wenige Radler übrig, weil einige Leute ohne Rückmeldung einfach nicht erschienen waren. Ärgerlich!

Der wunderschöne Ausflugstag wurde nach Zug- und Fährfahrten, viel Pedaltreten und zwei (!) ausgiebigen Pausen incl.
Verpflegung letztlich an der Eisdiele in Essen-Werden beendet.

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„Block Fortuna“ – Die Kraftwerksattraktion

1010Das neue Gas- und Dampfturbinenwerk (GoD) auf der Lausward ist weltweit das leistungsfähigste Kraftwerk seiner Art. Die AIV-Mitglieder hatten Gelegenheit, näheres über die Funktionsweise der neuen Anlage zu erfahren.
Die neue Hochtechnologie im Kraftwerksbau produziert Energie in einer Kombination von Gasturbine, Dampfkessel, Dampfturbine und zusätzlicher Abwärmenutzung. Zusätzlich wird die vorhandene Wärmeenergie für das Fernwärmenetz der Stadtwerke Düsseldorf genutzt.

Wenn nun im kommenden Jahr das 500 Mio. € teure Kraftwerkprojekt in Betrieb geht, wird ein Spitzenwert im Wirkungsgrad von mehr als 61% bei der reinen Stromerzeugung erreicht. Damit ist der „Block Fortuna“ Weltmeister beim Brennstoffwirkungsgrad und der Effizienz durch die neue Siemens-Technik.

Herr Martin Giehl als Leiter für Technik, Umwelt und Qualitätssicherung begeisterte in seinem fachlichen, aber für alle verständlichen Vortrag. Die Technikanlage wird dabei von einer architektonischen Hülle mit einem einzigartigen Lichtkonzept umgeben. Aus dem international besetzten Wettbewerb konnte sich das Architekturbüro KadaWittfeld Architektur behaupten. Der Architekt und Projektleiter, Herr Burghard Floors erläuterte den Werdungsprozess der Architektur, die mit einem besonders hervorzuhebenden Stadtfenster im Dialog zur Düsseldorfer Innenstadt steht. Architekt Dieter Schmoll, 1. Vorsitzender des AIV, bemerkte zutreffend den hohen kulturellen Wert dieses Industrieprojektes in einer ansonsten so funktionalen Welt der Industrieanlagen.

Zum Abschluss der Informationsveranstaltung konnte mit einem Aufstieg auf das Dach des alten Kraftwerkes Lausward ein weiter, über Düsseldorf hinausgehender Blick über die Gesamtanlage des Areals gewonnen werden. Unser Dank geht besonders an Herrn Bernhard Hintzen, der für die Stadtwerke Düsseldorf den Mitgliedern des AIV diese Einladung ermöglicht hat.

Dieter Schmoll

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Baustellenbesichtigung Wehrhahnlinie

Eiszeit im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee

Am 14.10.2013 machten sich 40 AIV-Mitglieder auf den Weg, eine der interessantesten Baustellen der Landeshauptstadt zu besichtigen: Den
aktuell entstehenden U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee, eingebettet in die zur Zeit im Bau befindliche Wehrhahn-Linie, die das bestehende U-Bahnnetz der Landeshauptstadt Düsseldorf erweitert und in diesem speziellen Fall als Unterfahrung des Kaufhof-Gebäudes ein technisch herausragendes Teilstück darstellt.

Im Schutze einer Vereisung werden bergmännisch Stollen vorgetrieben, in welche abschnittsweise die Tunnelblöcke eingebaut werden. Dies erfolgt von einem Startschacht östlich des Kaufhofes. Ziel der Vortriebe ist eine Baugrube im Einmündungsbereich der Theodor-Körner-Straße in die Heinrich-Heine-Allee. Beide Baugruben zeichnen sich durch den Einsatz nahezu aller Spezialtiefbauverfahren aus. Der Ausbruchsquerschnitt unterhalb des Kaufhofs beträgt bis zu 300 m², der Eiskörper ist mindestens 2,5 m dick. Für den Einbau der Vereisungsrohre zum Aufgefrieren des Vereisungskörpers waren fast 7 km Bohrungen erforderlich.

Momentan ist der Mittelstollen aufgefahren. Der Tunnelausbau hier wird bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Dann folgen die beiden
Seitenstollenvortriebe.

Die Inbetriebnahme der gesamten Strecke – hier entstehen auf einer Länge von 3,4 km sechs unterirdische Bahnhöfe; 2,3 km der Tunnelstrecke werden mit einer Schildvortriebsmaschine aufgefahren – ist für 2015 vorgesehen.

Bei den Besuchern blieb nach einem 75-minütigen Vortrag sowie der anschließenden Baustellenbesichtigung 30 m unter dem Kaufhof tiefer Respekt für die Leistung der Beteiligten und die Dimension des Bauwerkes.

Dr.-Ing. Erdmann (und mit vereinzelten Ergänzungen A. Dahms)

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Exkursion nach Maastricht und Lüttich

Am 3. Oktober 2013 konnten 22 Mitglieder des Architekten- und Ingenieurvereins und einige Ihrer Damen an der mit Spannung erwarteten Exkursion noch Maastricht und Lüttich teilnehmen. Diese außerordentliche gelungene Exkursion knüpfte an die aus der Vergangenheit bekannten und bewährten Fachexkursionen des AIV an. Die Gruppe war schon sieben Minuten vor der Abfahrtszeit startbereit, sodass der Bus pünktlich um 10.00 Uhr in Maastricht eintraf. Die Academy of Art und Architecture des Architekten Wiel Arets von 1994 war das erste Ziel nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt von Maastricht. Der sehr nüchtern gestaltete Gebäudekomplex konnte vom Innenhof her betrachtet werden. Die Glasbausteinwände und der naturfarbene Beton wirkten ernüchternd. Alex Kunnen der Leiter des Architektenbüros Wiel-Arets dämpfte die Erwartung in dem er von einem „Bau ohne Budget“ sprach. Mit minimalen Mitteln haben die Architekten optimale Effekte erzielt. Die Ateliers hatten alle Glasbausteinaußenwände mit einer schmalen Fensteröffnung. Auf die Ernüchterung des Anblicks von außen, folgte ein Aufatmen bei der Besichtigung des Gebäude-inneren. In den Ateliers wurde man durch das gleichmäßig verbreitete diffuse Licht angenehm überrascht. In dem Gebäude an dem der Beton natur belassen war, wurde die Nüchternheit der Architektur durch keinen Farbtupfer beeinträchtigt. Schließlich war die Philosophie des Architekten, dass die Kunststudenten durch keine optischen Reize in Ihrer Arbeit gestört werden.

Nach den leicht gedämpften Erwartungen des ersten Besichtigungsobjektes, ergab sich völlig überraschend die Gelegenheit, das gegenüberliegende Gebäude des ehemaligen Kreuzherrenklosters zu betrachten. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Ensemble mit seiner monumentalen gotischen Kirche ist in ein exklusiven Designerhotel umgewandelt worden. Der Kirchenraum dient als Eingangshalle, beherrscht von einem großen gläsernen Aufzug. Die Antiquitäten und Teile der alten Kircheneinrichtung die mit der modernen Architektur verwoben sind vermitteln eine besondere Atmosphäre. Der architektonische Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart war in diesem Gebäude sehr deutlich.

Es folgte ein Spaziergang durch die Stadt zum Vrejthof Markt. Der eine wunderschöne Atmosphäre ausstrahlende, von Platanen eingefasste Platz, ist von vielen Terrassenkaffees umsäumt, am Kopfende liegt die Basilika die leider geschlossen war. Dafür bot sich in der Sonne eine wunderbare Gelegenheit, in der Brasserie aufzutanken und für die weiteren Besichtigungen Kräfte zu sammeln. Der Fußweg durch die Altstadt vermittelte einen wunderbaren Eindruck der unterschiedlich gestalteten typisch niederländischen Fassaden, unterbrochen durch die Dominikanerkirche von 1294. Auch diese Kirche wird nicht mehr als Sakralraum genutzt. In ihrem inneren befindet sich heute eine große Buchhandlung mit einer hervorragenden Kunst- und Geschichtsabteilung. In das Kirchenschiff ist auf der Südseite eine große Empore als Stahlkonstruktion eingebaut, die direkten Zugang zu den Bücherregalen gewährt. Im Untergeschoss befinden sich die Sanitärräume.

Der Chorraum ist mit einem kreuzförmigen Tisch ausgestattet, der das hier angeordnete Cafe dominiert. Die besonders von den Emporen zu erkennende Form des Kreuzes wirkte auf die Betrachter geschmacklos wie deplatziert, da diese Form in einer Kirche Assoziationen an einen großen Sarkophag weckt. Dieser „Geck“ des Innenraumgestalters, da waren sich etliche Exkursionsteilnehmer einig, wirkte wie eine Blasphemie, dieses ansonsten wunderbar gestalteten ehemaligen Kirchenraums.

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Bericht · Exkursion

Radtour Balkantrasse

Abseits von der Beschäftigung mit Bauwerken hat die jährliche Radtour des AIV eine bereits jahrzehntelange Tradition, die allerdings früher deutlich intensiver gelebt wurde als am 07.09.2013. Obwohl im Vorfeld 13 Anmeldungen vorlagen, starteten leider nur sieben Teilnehmer bei trüben Wetteraussichten vom Claashäuschen in Leverkusen in Richtung Remscheid-Lennep über die sogenannte Balkantrasse, die historische
Bahnlinie von Opladen nach Remscheid über 28km.
Soviel sei gesagt/geschrieben: Das Wetter blieb im Gegensatz zum Vorjahr stabil, Regen fiel nicht und alle Beteiligten kamen müde aber glücklich und um einige Eindrücke reicher wieder am Ausgangspunkt an, nachdem auch einigen Passanten mit selbstgemachtem Kuchen und einem verlorengegangenen Handy ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert wurde (Dankeschönkarte).

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Baustellenbesuch Dreischeibenhaus

In zwei bestens besuchten Führungen wurden die anwesenden AIV-Mitglieder am 05.09.2013 über die wohl interessanteste Baustelle Düsseldorfs geleitet: Das ursprünglich 1960 fertiggestellte Dreischeibenhaus, das derzeit modernisiert und den heutigen Bedürfnissen angepasst wird, ist nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, es ist mit seiner Eleganz und kompromisslosen Formensprache auch eine Ikone der deutschen Nachkriegsmoderne. Neben Informationen zum Planungskonzept wurden viele Details und interessante, nicht nur bauliche Aspekte von der verantwortlichen Projektpartnerin im Büro HPP, Claudia Roggenkämper, ebenfalls AIV-Mitglied, erläutert. Sehr viel Bewunderung erntete Sie überdies mit der grandiosen Perspektive über Düsseldorf, die in der Musteretage im 20. Stock geboten wurde.
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AIV-Düsseldorf Förderpreise 2013

Erstmals wurde der AIV-Förderpreis verliehen – gleich dreifach:
Ein Umspannwerk, ein Boardinghouse auf dem Pier und eine Hotelanlage in niederrheinischer Hanglandschaft

„Um den Nachwuchs in unseren Berufen muss uns nicht bange sein!“ Das war das erste positive Fazit des AIV-Vorstands, nachdem er die diesjährigen Bachelor-Arbeiten der Peter Behrens School ofArchitecture bei einem Rundgang begutachtet hatte. 82 Arbeiten waren auf dem Prüfstand: Erstmals wurde der AIV-Förderpreis an die Studenten der Architektur und Innenarchitektur verliehen. Insgesamt hat der Verein 5000 Euro gestiftet – und will dies alljährlich wiederholen.

Bei der Premiere des Förderpreises bewertete der Vorstand des AIV drei durchaus unterschiedliche Arbeiten als förderwürdig. Die Preissumme wird aufgeteilt.

Erster Preis: Ein Trafohaus wird zur Küche umgewandelt

Den ersten Förderpreis (3000 Euro) sprachen die Juroren mehrheitlich einem praxisnahen Projekt zu: Christian Hörmann hat für seine Bachelor-Arbeit an der Düsseldorfer Fachhochschule ein gänzlich neues Nutzungskonzept für das Umspannwerk an der Rethelstraße im Düsseldorfer Zooviertel entwickelt. Die Anlage – im Besitz der Stadtwerke Düsseldorf – wurde mittlerweile durch ein neues Umspannwerk an anderer Stelle ersetzt und stillgelegt; neue Nutzungsmöglichkeiten werden also gesucht.

Christian Hörmann schlägt in seiner Arbeit eine rundum küchenaffine Mischnutzung vor. Im ehemaligen Trafogebäude bringt der Förderpreisträger eine Küche (auch für Showzwecke nutzbar) unter, dazu einen Cookshop für hochwertiges Küchenzubehör und im ersten Stock ein Architektur-/Planungsbüro. Im Nachbargebäude, dem ehemaligen Umspannwerk, sind eine Kochschule und Showrooms für Küchengerätehersteller vorgesehen.

Der AIV-Vorstand als Jury war insbesondere beeindruckt von der hervorragenden Durcharbeitung des Konzepts. Das reicht vom ausgeklügelten Raumprogramm über Möblierung und Materialauswahl bis hin zur Farbgebung. AIV-Vorsitzender Dieter Schmoll: „Die Arbeit von Christian Hörmann geht sehr in die Tiefe und beleuchtet alle Facetten. Das hat uns überzeugt – weil der AIV ja schließlich auch für sich in Anspruch nimmt, die Aspekte des Planens und Bauens Disziplinen übergreifend zusammenzuführen.“ Der Preisträger selbst legt ebenfalls Wert darauf, eine architektonisch-innenarchitektonische Bearbeitung vorgenommen zu haben – „und eben nicht nur eins von beidem“.

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Besuch in Schloß Benrath

Ein herrlicher Sommertag bildete am 16.07.2013 den Rahmen für einen Besuch von 34 Mitgliedern des AIV Düsseldorf im Schloß Benrath, einem der bedeutsamsten architektonischen Gesamtkunstwerke Düsseldorfs aus der Zeit des 18. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Frau Bartsch und Herrn Siepmann wurde viel Detailwissen vermittelt, sowohl im als auch um das Schloß herum und hier besonders in den unterschiedlichen Gärten, die seit der Übernahme der Stiftung Schloss und Park Benrath angelegt wurden.
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Hinter den Kulissen der Oper am Rhein

Was gibt es hinter dem Theatervorhang zu sehen? Wer arbeitet hinter den Kulissen vor und während der Vorstellung? Was ist ein Inspizient (in diesem Fall: Eine Inspizientin) und wie arbeitet er bzw. sie? Diese und viele Fragen mehr wurden am 04. Juli 2013 bei einem ausführlichen Rundgang durch die Deutsche Oper am Rhein beantwortet. Herr Schmerbach vom Freundeskreis der Oper leitete diese knapp anderthalbstündige Veranstaltung mit viel Witz, fundiertem Wissen und vor allem nicht ohne darauf hinzuweisen, für viel Unterstützung in Form von Opern- oder Balletbesuchen auch im Partnerhaus in Duisburg zu sorgen. 20 Teilnehmer waren erstaunt, welche Bandbreite und Fülle an Technik, Kulissen und Kostümen sich in der Untermaschinerie, der Seiten- und Hinterbühne und im riesigen Fundus verbergen.