Neue Wege für das Bauen der Zukunft – C2C

Am 09.07.2019 konnte der Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf ein weiteres Mal zeigen, dass wir mit unseren Partnern am Puls der Zeit ganz vorne dabei sind und mit diesem Qualitätsprädikat in Düsseldorf mit geballter Mitgliederkompetenz in Rat und Tat für die Bau- und Immobilienbranche zur Verfügung stehen. 35 Teilnehmer waren der Einladung des AIV gefolgt.

Bei der die Vortragsveranstaltung des Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf in Kooperation mit EPEA Part of Drees & Sommer, HPP Architekten und INTERBODEN wurde das innovative und mehrfach prämierte Projekt The Cradle – vorgestellt https://www.hpp.com/projekte/fallstudien/the-cradle/ . The Cradle – ein Bürogebäude in Holzhybridbauweise im Düsseldorfer Medienhafen wird nach dem holostischen Cradle to Cradle Konzept entwickelt und umgesetzt. Auf dieser Veranstaltung wurde der Ansatz und das Vorhergehen aus drei verschiedenen Perspektiven dargestellt. Der EPEA mit Frau Dr. Tanja Scheelhaase als C2C-Berater, HPP Herr Antonino Vultaggio als Architekt und der Projektentwickler INTERBODEN mit Herrn Carsten Böll. Deutlich wurde, dass dieses Gebäude eine Haltung transportiert und auf vielfacher Weise Mehrwerte erzeugt: sowohl für die Nutzer und Mieter als auch für das Quartier und die Umgebung. Daneben ist es auch wirtschaftlich interessant Investoren und fungiert als werthaltiges Materialdepot. Durch den nachwachsenden und nachhaltigen Baustoff Holz wird zudem ein weiter positiver Beitrag geleistet: die Sequestrierung von CO2. Klar wurde in der Diskussion, wenn man erst einmal den Weg von C2C gegangen ist, kann man nicht mehr anders.

Bauherr: INTERBODEN
Standort: Düsseldorf
BGF: 5.200 m²
Fertigstellung: 2021
Auszeichnungen: MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2018, ICONIC AWARD: Innovative Architecture 2018

Inspiriert vom Cradle to Cradle ® – Gedanken, zeigt »The Cradle« in Düsseldorf wie Architektur die zukunftsfähige Stadt möglich macht.

Mehrwert für Mensch, Umwelt und Quartier
»The Cradle« schafft einen Mehrwert sowohl für den Menschen als Nutzer, die Umwelt durch Re- und Upcycling als auch auf die Umgebung des Gebäudes durch ihre Aufwertung. Dem Nutzer wird zum Beispiel durch schadstofffreie Materialien eine gesunde und angenehme Arbeitsatmosphäre geboten. Gleichzeitig wird für Gebäudenutzer und Quartiersanlieger ein neues Angebot etabliert: Der integrierte „Mobility-Hub“ stellt zum Beispiel Car- und Bike-Sharing Angebote zur Verfügung.

The Cradle setzt sich den Anspruch, die Dinge ´besser zu machen´, als sie ‘weniger schlecht’ zu machen und für Mensch und Umwelt einen positiven Fußabdruck generieren. In diesem Sinne ist zum einen die entwurfliche Grundhaltung, einen Holzhybridbau zu planen, zu verstehen: Holz speichert CO2 und verbessert den CO2 Footprint des Projekts damit von Beginn an. Weiter wird dem Nutzer eine gesunde und angenehme Arbeitsatmosphäre geboten, was unter anderem durch schadstofffreie Materialien geschieht. Die Luft der Umgebung wird durch Dachbegrünung verbessert und die Umwelt durch Regen- und Grauwassernutzung entlastet.

Im Sinne der Circular Economy werden Bauelemente reversibel verbunden, sodass sie nach Gebrauch wiederverwertet werden können. Zusätzlich werden gesunde und vollständig recyclebare Bauprodukte verwendet oder gar beim Hersteller für ihre Lebensdauer geleast – THE CRADLE wird damit zum Materialdepot. Der „Material Passport“ verzeichnet alle verwendeten Materialien, was präzise Informationen über das verfügbare Depot sowie für einen späteren Rückbau liefert.

Die Vortragsreihe schloss mit einem Imbiss und einem engagierten Austausch der Teilnehmer über das voran gehörte. Unser herzlicher Dank gilt den Vortragenden sowie dem Gastgeber für Kost und Logis.

Weitere Infos zu The Cradle:
https://www.interboden.de/ib-projekte/thecradle/
The Cradle: Düsseldorfs erstes Holzhybridhaus von INTERBODEN ..