AIV-Exkursion nach Antwerpen vom 14.09. – 15.09.2018

Die Kriterien für die mittlerweile 8. AIV-Exkursion waren für das Jahr 2018 relativ schnell klar: Es galt eine Stadt zu finden, die wie immer aus architektonischer wie ingenieurtechnischer Sicht attraktiv sein sollte, mit einem Besichtigungsprogramm, das in zwei Tagen zu bewältigen ist, allerdings in einem Umkreis von bis zu 250km um Düsseldorf herum liegen sollte. Nach der letztjährigen Tour ein durchaus legitimer Ansatz mit dem Hintergedanken, nicht im Laufe der Jahre immer weiter wegfahren zu müssen, um irgendwann in Tokio zu landen. Obwohl, warum nicht? Jedenfalls fiel die Wahl auf das schöne Antwerpen, von der Einwohnerzahl in etwa mit Düsseldorf zu vergleichen und unter architektonischen Gesichtspunkten in einer ständigen Entwicklung begriffen.

Wie immer ging es für die mittlerweile eingeschworene Reisegemeinschaft früh los: Der Start erfolgte um 7:30 Uhr an den Rheinterrassen und nach guten zweieinhalb Stunden Fahrt (incl. Pause) waren wir an unserer ersten Sehenswürdigkeit angekommen: Dem Hafenhaus von Zaha Hadid, in dem 500 Mitarbeiter der Hafengesellschaft Antwerpen untergebracht sind. Doch nicht nur kontrovers zu beurteilenden Architektur wurde vor Ort fachkundig besprochen. Auf der weiteren Fahrt zu geschichtsträchtigen Gebäuden wie dem Red Star Line Museum oder originellen Gebäuden wie z. B. dem Museum an de Stroom (MAS) wusste unsere Reiseleiterin Natacha van de Peer viele interessante Dinge zu berichten und band im Erdgeschoß des MAS geschickt den interaktiv gestalteten Überblick zur Entwicklung der Stadt Antwerpen mit ein.

Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Bei bestem Wetter saßen viele Teilnehmer im Freien und genehmigten sich vor der Weiterfahrt ein ordentliches Mittagessen, ergänzt um das ein oder andere belgische Bier. Apropos Bier: Vor der Ankunft im Hotel stand eine für belgische Verhältnisse vermutlich nicht zu vermeidende Brauereibesichtigung bei De Koninck auf dem Programm, ergänzt um einen Abstecher zum Maison Guiette, einem Atelierhaus von Le Corbusiers aus dem Jahr 1926 und seit 2016 Weltkulturerbe. Gleiches gilt für das Plantin-Moretus-Museum, das im Zuge der am folgenden Tag durchgeführten Stadtführung von unserer Gruppe besucht wurde. Mit sehr vielen Informationen zur umfangreichen Historie der gesamten Stadt entliess man uns in den Nachmittag, der zur freien Verfügung stand und zum Einkauf von Schokolade, Bier und diversen Mitbringseln genutzt wurde.

Zurück in Düsseldorf blieb am Abend für die Organisatoren um Margrit Reinhardt festzustellen, daß AIV-Exkursionen tatsächlich nicht immer an Orte führen müssen, die noch weiter weg sind. In einem akzeptablen Radius um Düsseldorf herum gibt es noch viel zu bereisen und sehr viel Architektur zu bewundern. Mal sehen, wohin es uns im Jahr 2019 verschlägt!