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AIV Förderpreis 2019 - Preisvergabe

Die Vergabe des AIV Förderpreises fand erstmals in den neuen Räumlichkeiten der PBSA an der Münsterstraße statt. Das große Foyer mit seiner offenen Atmosphäre erwies sich als idealer, lebendiger Ort hierfür.

Der AIV vergab nach einem Auswahlverfahren in zwei Rundgängen die gut dotierten Preise von insgesamt 2.500 € an zwei Bachelor-Absolventen im Bereich Architektur und Innenarchitektur.

Frau Alina Richter erhielt den 2. Preis für ihre Abschlussarbeit einer temporären Trauerhalle aus der Klasse von Prof. Schuster und Prof. Ackermann, deren Besonderheit darin lag, das Gebäude als Containerlösung für verschiedene Düsseldorfer Friedhöfe zu entwickeln. Die Vielseitigkeit, die Wiederverwendbarkeit von Materialien stand im Vordergrund. Verschiedene modulare Bautypen fügen sich je nach Situation in wechselnde Umgebungen ein. Wichtig bleibt die Anordnung der Module untereinander. Sie schaffen zusätzlich interessante, spannungsvolle Außenräume mit Sichtverbindungen. Hervorzuheben ist die transluzente Fassade, die im Inneren zu einer diffusen Lichtstimmung führt.

Der 1. Preis ging dieses Mal in den Bereich der Innenarchitektur an Linda Hündgen, aus der Klasse von Prof. Klein-Wiele und beschäftigt sich mit der Wiederbelebung einer klassizistischen Häuserzeile, den sogenannten Herbertzhäusern am Uerdinger Markt in Krefeld.

Die Nutzung des Hauses wird zum Quartierszentrum für alle Generation. Im Vordergrund stehen die Denkmalpflege und der Erhalt der einzigartigen Häuserzeile, die mit dem Marktplatz ein Ensemble bildet. Die ausgezeichnete Arbeit geht sehr behutsam mit dem denkmalgeschützten Charakter des Hauses um, mit viel Respekt und Achtung, weshalb die Innengestaltung deutlich zurücktritt. Material und Farbgebung gehen harmonisch auf das äußere Erscheinungsbild des Hauses und seiner inneren Detaillierung von Stuck, Putz und Holzoberflächen ein.

Die beiden Preisträger Frau Alina Richter und Frau Linda Hündgen wurden feierlich unter der Anwesenheit aller Studierenden von Dieter Schmoll, dem 1. Vorsitzenden des AIV ausgezeichnet. In den kommenden Wochen werden die Arbeiten in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

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AIV-Förderpreis 2018 an der "Peter Behrens School of Arts"

Der Architekten- und Ingenieurverein e.V. (AIV) Düsseldorf vergibt erneut einen Förderpreis für herausragende Architekturstudierende an der Peter Behrens School of Architecture (PBSA), dem Fachbereich Architektur der Hochschule Düsseldorf. Seit 2013 vergibt der AIV Düsseldorf einen Förderpreis für besonders talentierte Architekturstudierende an der PBSA. Mit einem Preisgeld von rund 2.000 Euro und über 130 eingereichten Bachelor-Abschlussarbeiten wurde in diesem Jahr erneut ein Teilnehmerrekord erreicht. Ausgewählt wurden zwei jeweils mit 1000 Euro dotierte erste Preise.

Den ersten 1. Preis erhält Luca Stein für seine Arbeit, die sich mit dem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema der dringenden Wohnraumentwicklung in Düsseldorf auseinandersetzt. Der Entwurf von Luca Stein definiert durch seine klare Struktur mit prägenden Kanten den Stadtraum und schafft zugleich eine eigenständige Aufenthaltsqualität. Ein lang gestreckter Wohnbauriegel für den sozialen Wohnungsbau mit innovativen Wohntypen als Maisonette- und Duplexwohnung bildet eine neue Stadtkante. Ein zweiter, parallel verlaufender Riegel, löst sich in Einzelhäuser auf und bildet ein spannungsvolles Gegenstück. In der Mitte des Gebäudeensembles entsteht ein interessanter Freiraum für ein Café und Flächen für Co-Working.

Der zweite 1. Preis geht an Katharina Kallenberg für ihren Entwurf eines Museums für Fotokunst, in der Museumsachse von Kunstpalast und NRW Forum in Düsseldorf. Die besondere Herausforderung der Arbeit ist der Umgang mit dem historischen Hofgarten an der Nahtstelle zur streng axialen Ordnung der historischen Bebauung. Der Entwurf von Katharina Kallenberg überzeugt durch eine sensible Interpretation der vorhandenen Ordnung und findet zugleich, in einem spielerischen Umgang mit dem Baumbestand, eine Lösung für ein funktionales und flexibles Gebäude.

„Die Nachwuchsförderung ist eine der besten Investitionen in die Zukunft der Baukultur und des Berufsstandes und damit auch eine Herzensangelegenheit des Architekten- und Ingenieurverein e.V. (AIV) Düsseldorf“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des AIV, Volker Weuthen, während der Vorstellung der Arbeiten. Der Förderpreis des AIV würdigt herausragende Bachelor-Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Architektur und Innenarchitektur an der PBSA Düsseldorf. So möchte der AIV besonders talentierte Architekturstudierende zusätzlich motivieren, ihre Ausbildung durch ein zusätzliches Masterstudium oder einen Auslandsaufenthalt weiter fortzuführen.

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AIV-Förderpreis 2015 an "Peter Behrens School of Arts"

Kaiserswerth und Kalifornien

Zwei unterschiedliche Architekturkonzepte erhielten den ersten und zweiten Förderpreis des AIV Düsseldorf
Düsseldorf, 23.07.2015. Der AIV Düsseldorf prämierte zwei besondere Bachelor-Abschlussarbeiten von Absolventinnen der Peter Behrens School of Architecture. Beide Projekte können unterschiedlicher kaum sein: Der erste Förderpreis geht an Nadine Keusen (25) für ihren Entwurf eines Schiffsmuseums in Kaiserswerth, der zweite an Lisa Hoffmann (22 ) für ihren Entwurf eines Hotels an der kalifornischen Pazifikküste. Die sechsköpfige Kommission aus Vorstandsmitgliedern des AIV hatte aus 75 diesjährigen Bachelorarbeiten ausgewählt.

Konkretes Projekt für Kaiserswerth!
Ihr Entwurf kam schon beim öffentlichen Fachhochschul-Rundgang gut an: Ein Schiffsmuseum für das 2009 am Kaiserswerther Rheinufer gefundene Plattbodenschiff aus dem 18. Jahrhundert. Jetzt darf sich Nadine Keusen außerdem über den 1. Förderpreis des Düsseldorfer Architekten- und Ingenieurvereins (AIV) freuen. Mit 2.000 Euro prämierte der AIV ihren Entwurf einer Bleibe für das historische Schiffswrack. „Nadine Keusens Modell war uns zunächst nicht aufgefallen, besticht aber auf den zweiten Blick durch seine Einfachheit. Es nimmt einfühlsam Bezug auf das besondere Exponat und die unmittelbare Umgebung des Fundortes am Kaiserswerther Rheinufer. Dabei wird eine moderne, unaufdringliche Formensprache verwendet. Das Fundstück verteilt sich auf mehrere aneinander gereihte, nordisch anmutende Bootshäuser in Holzbauweise. Es entsteht eine mystisch-sakrale Atmosphäre.”, kommentiert Dieter Schmoll, 1. AIV-Vorsitzender die Wahl.

Zwar handelt es sich hierbei “nur” um die Abschlussarbeit zum Erwerb eines Bachelor-Abschlusses. Dass aber das Schiffsmuseum tatsächlich einmal danach gebaut werden könnte, das würden die AIV-Juroren ausdrücklich sehr begrüßen. “Zurzeit gibt es ja Überlegungen von verschiedener Seite in Düsseldorf, wie und wo man das historische Plattbodenschiff dauerhaft einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen könnte. Es wäre doch nahe liegend, wenn man seitens der Stadt auf diese geeignete Vorlage zugehen würde. Unsere Aufgabenstellung als Verein ist es auch, den architektonischen Nachwuchs in unserer Stadt zu fördern und ihm Entwicklungschancen aufzuzeigen. Unser Preis ist deshalb auch ein Appell, diese Vorlage ernsthaft auf Ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

 

Verantwortung für die Umwelt

Etwas weniger nahe gelegen ist das Projekt von Lisa Hoffmann, der Trägerin des 2. AIV-Förderpreises. Mit 1.000 Euro prämiert wurde ihr Entwurf für ein eher fiktives Hotel direkt an der kalifornischen Pazifikküste. Auch ihr Modell war dem AIV erst auf den zweiten Blick aufgefallen. Es stellt genau genommen eine „Negativform“ dar, weil es keinen massiven Baukörper vorsieht, der etwa auf einem Felsen an der Küste aufragt, sondern das Gegenteil. Ein vorhandener massiver Felsblock wird ausgehöhlt und bildet den naturgegebenen Innenraum des Hotels mit Fenstern und Balkonen zum Meer. „Das Besondere an diesem Entwurf ist, dass er über sich hinaus weist. Die Wohnform in vorgefundener, fast archaischer Naturumgebung, die Nutzung der natürlichen Felsenkühlung im heißen Kalifornien unter Verzicht auf künstliche energieaufwändige Klimatisierung – das alles weist auf die Fragestellung hin, wie wir morgen leben wollen und auf unsere Verantwortung gegenüber unserer Umwelt.“, so Dieter Schmoll.

AIV-Presseausschnitt_24-07-2015.pdf

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Bauwerk des Jahres 2015/ 2016

Der AIV freut sich über Ihre Vorschläge zum Bauwerk des Jahres 2015/2016! Senden Sie uns Ihren Favoriten einfach per E-Mail an: info@aiv-duesseldorf.de
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AIV-Düsseldorf Förderpreise 2013

Erstmals wurde der AIV-Förderpreis verliehen – gleich dreifach:
Ein Umspannwerk, ein Boardinghouse auf dem Pier und eine Hotelanlage in niederrheinischer Hanglandschaft

„Um den Nachwuchs in unseren Berufen muss uns nicht bange sein!“ Das war das erste positive Fazit des AIV-Vorstands, nachdem er die diesjährigen Bachelor-Arbeiten der Peter Behrens School ofArchitecture bei einem Rundgang begutachtet hatte. 82 Arbeiten waren auf dem Prüfstand: Erstmals wurde der AIV-Förderpreis an die Studenten der Architektur und Innenarchitektur verliehen. Insgesamt hat der Verein 5000 Euro gestiftet – und will dies alljährlich wiederholen.

Bei der Premiere des Förderpreises bewertete der Vorstand des AIV drei durchaus unterschiedliche Arbeiten als förderwürdig. Die Preissumme wird aufgeteilt.

Erster Preis: Ein Trafohaus wird zur Küche umgewandelt

Den ersten Förderpreis (3000 Euro) sprachen die Juroren mehrheitlich einem praxisnahen Projekt zu: Christian Hörmann hat für seine Bachelor-Arbeit an der Düsseldorfer Fachhochschule ein gänzlich neues Nutzungskonzept für das Umspannwerk an der Rethelstraße im Düsseldorfer Zooviertel entwickelt. Die Anlage – im Besitz der Stadtwerke Düsseldorf – wurde mittlerweile durch ein neues Umspannwerk an anderer Stelle ersetzt und stillgelegt; neue Nutzungsmöglichkeiten werden also gesucht.

Christian Hörmann schlägt in seiner Arbeit eine rundum küchenaffine Mischnutzung vor. Im ehemaligen Trafogebäude bringt der Förderpreisträger eine Küche (auch für Showzwecke nutzbar) unter, dazu einen Cookshop für hochwertiges Küchenzubehör und im ersten Stock ein Architektur-/Planungsbüro. Im Nachbargebäude, dem ehemaligen Umspannwerk, sind eine Kochschule und Showrooms für Küchengerätehersteller vorgesehen.

Der AIV-Vorstand als Jury war insbesondere beeindruckt von der hervorragenden Durcharbeitung des Konzepts. Das reicht vom ausgeklügelten Raumprogramm über Möblierung und Materialauswahl bis hin zur Farbgebung. AIV-Vorsitzender Dieter Schmoll: „Die Arbeit von Christian Hörmann geht sehr in die Tiefe und beleuchtet alle Facetten. Das hat uns überzeugt – weil der AIV ja schließlich auch für sich in Anspruch nimmt, die Aspekte des Planens und Bauens Disziplinen übergreifend zusammenzuführen.“ Der Preisträger selbst legt ebenfalls Wert darauf, eine architektonisch-innenarchitektonische Bearbeitung vorgenommen zu haben – „und eben nicht nur eins von beidem“.

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Förderpreis

Bauwerk des Jahres 2010

2008 wurde das GAP 15, das markante Bürogebäude in der Düsseldorf City, als Bauwerk des Jahres ausgezeichnet. 2009 verlieh der AIV der Tonhalle, dem ganzheitlich sanierten Konzerthaus am Rheinufer, den Titel. In diesem Jahr werden erstmals gleichberechtigt zwei „Bauwerke des Jahres“ gekürt:

Das Maxhaus

Dialog von Alt und Neu schafft eine zeitübergreifende Klammer

Das Maxhaus in der Düsseldorfer Altstadt, das Mitte des letzten Jahrzehnts durch einen erneuten Umbau seine neue Funktion als katholisches Stadthaus für Düsseldorf gefunden hat, ist eines der beiden Bauwerke des Jahres 2010.

Ursprünglich Bestandteil eines Franziskanerklosters, das 1661 fertig gestellt worden war, hat das Gebäude an der Schulstraße eine wechselvolle Geschichte erlebt. Pfarr- und Schuleinrichtungen waren hier seit dem 19. Jahrhundert untergebracht (Heinrich Heine besuchte sieben Jahre lang das Lyzeum an der Schulstraße), nachdem die Franziskaner das Kloster 1804 aufgeben mussten. In den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das ehemalige Kloster in ein Wohn- und Bürogebäude umgewandelt. Die damalige Umnutzung wurde schließlich – mit wenigen Eingriffen in die Substanz – durch erneuten Umbau weitgehend zurückgenommen. Heute ist das Maxhaus ein Begegnungs- und Veranstaltungszentrum der Katholischen Kirche in der Landeshauptstadt.

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