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Erfahrungen Krisenmanagement Corona Pandemie

Mit der 3. Online-Veranstaltung des AIV am 23.06.2020 erfolgte der von vielen nachgefragte, kollegiale Gedankenaustausch unserer Mitglieder im Umgang mit der Corona-Krise und den hieraus gewonnenen Erfahrungen.

Hierzu standen Dieter Schmoll, RKW Architektur +, Volker Weuthen, HPP Architekten, Alexander Fürst, Fürst Architects und Christian Fürwentsches, Drees & Sommer als Referenten jeweils mit einem Impulsvortrag zur Verfügung, worauf sich schließlich mit den angeschlossenen Teilnehmern eine Diskussion im Chat unter Moderation von Margrit Reinhardt ergab.

Die ursprüngliche Sorge mit der vordringlichsten Frage zur Aufrechterhaltung der Bürobetriebe hat sich zumindest bei den größeren Büros nicht bewahrheitet. Mit einer gut laufenden Kommunikationspolitik an die Mitarbeiter konnte in den ersten Wochen der Pandemie Ruhe und Ordnung bewahrt werden. Die Projektarbeit wurde im Homeoffice erfolgreich, wenn auch nicht immer effektiv, umgestellt. Offenbar waren wegen der zur Verfügung stehenden Ressourcen dabei die größeren Büros besser aufgestellt und konnten problemloser durch die ersten Wochen der Krise gehen.

Telefon- und Videokonferenzen haben sich als typisches Mittel erwiesen, die Kommunikation nach außen mit Auftraggebern und Fachkollegen aufrechtzuerhalten. Die fehlenden Möglichkeiten, wie gewohnt notwendige Abstimmungen mit öffentlichen Ämtern durchzuführen erwiesen sich als schwierig, was zu einem Nachlassen von Baugenehmigungen im Jahr 2020 mit der Folge einer späteren Konjunkturabflachung wegen fehlender Baugenehmigungen führen wird.

Herr Schmoll berichtet über eine Befragung an die Mehrzahl der Kollegen bei RKW, die ein Stimmungsbild zur Lage wiedergeben. Die Hälfte der Mitarbeiter arbeitet ähnlich wie bei HPP zu Hause im Homeoffice und beklagt häusliche Störungen sowie schlechte Internetverbindungen. Dennoch wird die Möglich, auch künftig verstärkt im Homeoffice zu arbeiten sehr begrüßt. Die Mehrheit wünscht sich aber eine regelmäßige Anwesenheit und eine direkte Kommunikation mit den Kollegen im Büro.

Die in allen Büros durchgeführten Maßnahmen zur Einhaltung der Hygiene und der Abstände, die Separierung auf Etagen und das Unterbinden von direkten Besprechungen sind Grund dafür, dass bisher unter den im AIV verbundenen Büros keine Corona-Fälle aufgetreten sind. Die Vorsichtsmaßnahmen werden weiterhin greifen und mit einer Veränderung ist bis zum Jahresende nicht zu rechnen.

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Exkursion Basel 2019

AIV Städtereise nach Basel 2019

Die diesjährige AIV Städtereise nach Basel war schon im Vorfeld mit hohen Erwartungen verbunden, denn nicht zuletzt gilt diese Stadt am Rhein als Geheimtipp mit hohem Anspruch an Architektur, Kunst und nebenbei gesagt auch für das Kulinarische.

So hatten Wolfgang Thielen und Dieter Schmoll ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und wir konnten uns dabei auf das gut funktionierende Netz der Straßenbahn verlassen, das unsere 43-köpfige Reisegruppe nutzte und uns abends in das Messehotel Hyperion zurückbrachte.

Nach einem geführten Rundgang durch das alte und neue Kunstmuseum der Architekten Christ und Gantenbein blieb am ersten Tag Zeit für einen Mittagsimbiss im Bistro des Museums und so trafen am Nachmittag auf Christian Kaldewey, Projektleiter im Büro Herzog de Meuron, der uns den modernen Kirchenbau St. Antonius ganz in Beton mit einer Glasarchitektur von Helmut Federle näherbrachte. Die Farbgestaltung der Gläser war Vorbild für das Laborgebäude von Diener + Diener auf dem Novartis Campus, den wir mit einer Vielzahl weiterer, bemerkenswerter Ikonen der Architektur mit Christian Kaldewey besichtigen konnten.

Mit einem vorzüglichen Menu im Gasthof Zum Goldenen Sternen, direkt mit Blick auf den Rhein gelegen, fand der Abend seinen geselligen Abschluss, zumindest bis auf diejenigen, die im Messehaus, der höchsten Bar der Schweiz, anschließend noch eine Abwechslung suchten.

Die städtebauliche Entwicklung von Basel war ein Thema des zweiten Tages. Im sogenannten Transitlager konnten wir über ein eindrucksvolles Präsentationsmodell die Vergangenheit und die Zukunft auf dem Dreispitzgelände von Basel erfahren. Zweifellos war die geführte Besichtigung des Roche Hochhauses I ein absolutes Highlight des Tages. Mit Unterstützung von Drees & Sommer konnten wir das 165 m hohe Gebäude erleben und erfuhren vieles über die Roche eigene Philosophie und das im Bau befindlich Projekt Roche II, nur einen Steinwurf vom Roche I entfernt.

Für den Abend lud der AIV seine Mitglieder in das Traditionsrestaurant Kunsthalle ein und viele geöffnete Flaschen Wein sprachen für einen gelungenen Abend.

Am Folgetag brachte uns der Bus zur Beyeler Foundation mit einer Sonderausstellung von Rudolf Stingel. Schade, dass wir das Ehepaar Dahms im Hotel vergessen hatten, was uns beim Durchzählen im Bus nicht unbedingt aufgefallen war. Für alles fanden wir aber dann eine schnelle Lösung und so waren wir bald wieder vereint.

Nach der Besichtigung des Vitra Campus mit dem Vitra Museum, den Bauten von Frank Gehry, Herzog de Meuron, Tadao Ando und der Feuerwache von Zaha Hadid blieb Zeit für einen Einkauf im Vitra Haus, bis wir dann zum Flughafen fuhren. Zur späten Stunde landeten wir wieder in Düsseldorf und jeder der Mitreisenden konnte von Erlebnissen berichten.

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AIV Sommerfest 2019

Das Sommerfest am 19.07.2019 war ein voller Erfolg! Nicht nur, weil so viele Mitglieder und Freunde des AIVs den Weg auf die Dachterrasse des Büros HPP gefunden haben, sondern mehr noch, weil sich bei bestem Wetter gute Laune breit machte und wir alle auf einen stimmungsvollen Abend zurückschauen. Dieter Schmoll als 1. Vorsitzender und Volker Weuthen als Gastgeber freut es.

Das Programm wurde durch das große Feuerwerk der zu Ende gehenden Rheinkirmes eingerahmt. Besondere Erwähnung verdienen die beiden Nachwuchstalente der deutschen Nachwuchsszene, Lina Knörr Gesang und Niklas Roever am Piano. Sie ernteten einen riesigen Applaus und sorgten für die musikalische Untermalung des Abends.

Lieben Dank den helfenden Händen des Abends.

 

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AIV Förderpreis 2019 - Preisvergabe

Die Vergabe des AIV Förderpreises fand erstmals in den neuen Räumlichkeiten der PBSA an der Münsterstraße statt. Das große Foyer mit seiner offenen Atmosphäre erwies sich als idealer, lebendiger Ort hierfür.

Der AIV vergab nach einem Auswahlverfahren in zwei Rundgängen die gut dotierten Preise von insgesamt 2.500 € an zwei Bachelor-Absolventen im Bereich Architektur und Innenarchitektur.

Frau Alina Richter erhielt den 2. Preis für ihre Abschlussarbeit einer temporären Trauerhalle aus der Klasse von Prof. Schuster und Prof. Ackermann, deren Besonderheit darin lag, das Gebäude als Containerlösung für verschiedene Düsseldorfer Friedhöfe zu entwickeln. Die Vielseitigkeit, die Wiederverwendbarkeit von Materialien stand im Vordergrund. Verschiedene modulare Bautypen fügen sich je nach Situation in wechselnde Umgebungen ein. Wichtig bleibt die Anordnung der Module untereinander. Sie schaffen zusätzlich interessante, spannungsvolle Außenräume mit Sichtverbindungen. Hervorzuheben ist die transluzente Fassade, die im Inneren zu einer diffusen Lichtstimmung führt.

Der 1. Preis ging dieses Mal in den Bereich der Innenarchitektur an Linda Hündgen, aus der Klasse von Prof. Klein-Wiele und beschäftigt sich mit der Wiederbelebung einer klassizistischen Häuserzeile, den sogenannten Herbertzhäusern am Uerdinger Markt in Krefeld.

Die Nutzung des Hauses wird zum Quartierszentrum für alle Generation. Im Vordergrund stehen die Denkmalpflege und der Erhalt der einzigartigen Häuserzeile, die mit dem Marktplatz ein Ensemble bildet. Die ausgezeichnete Arbeit geht sehr behutsam mit dem denkmalgeschützten Charakter des Hauses um, mit viel Respekt und Achtung, weshalb die Innengestaltung deutlich zurücktritt. Material und Farbgebung gehen harmonisch auf das äußere Erscheinungsbild des Hauses und seiner inneren Detaillierung von Stuck, Putz und Holzoberflächen ein.

Die beiden Preisträger Frau Alina Richter und Frau Linda Hündgen wurden feierlich unter der Anwesenheit aller Studierenden von Dieter Schmoll, dem 1. Vorsitzenden des AIV ausgezeichnet. In den kommenden Wochen werden die Arbeiten in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Neue Wege für das Bauen der Zukunft - C2C

Am 09.07.2019 konnte der Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf ein weiteres Mal zeigen, dass wir mit unseren Partnern am Puls der Zeit ganz vorne dabei sind und mit diesem Qualitätsprädikat in Düsseldorf mit geballter Mitgliederkompetenz in Rat und Tat für die Bau- und Immobilienbranche zur Verfügung stehen. 35 Teilnehmer waren der Einladung des AIV gefolgt.

Bei der die Vortragsveranstaltung des Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf in Kooperation mit EPEA Part of Drees & Sommer, HPP Architekten und INTERBODEN wurde das innovative und mehrfach prämierte Projekt The Cradle – vorgestellt https://www.hpp.com/projekte/fallstudien/the-cradle/ . The Cradle – ein Bürogebäude in Holzhybridbauweise im Düsseldorfer Medienhafen wird nach dem holostischen Cradle to Cradle Konzept entwickelt und umgesetzt. Auf dieser Veranstaltung wurde der Ansatz und das Vorhergehen aus drei verschiedenen Perspektiven dargestellt. Der EPEA mit Frau Dr. Tanja Scheelhaase als C2C-Berater, HPP Herr Antonino Vultaggio als Architekt und der Projektentwickler INTERBODEN mit Herrn Carsten Böll. Deutlich wurde, dass dieses Gebäude eine Haltung transportiert und auf vielfacher Weise Mehrwerte erzeugt: sowohl für die Nutzer und Mieter als auch für das Quartier und die Umgebung. Daneben ist es auch wirtschaftlich interessant Investoren und fungiert als werthaltiges Materialdepot. Durch den nachwachsenden und nachhaltigen Baustoff Holz wird zudem ein weiter positiver Beitrag geleistet: die Sequestrierung von CO2. Klar wurde in der Diskussion, wenn man erst einmal den Weg von C2C gegangen ist, kann man nicht mehr anders.

Bauherr: INTERBODEN
Standort: Düsseldorf
BGF: 5.200 m²
Fertigstellung: 2021
Auszeichnungen: MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2018, ICONIC AWARD: Innovative Architecture 2018

Inspiriert vom Cradle to Cradle ® – Gedanken, zeigt »The Cradle« in Düsseldorf wie Architektur die zukunftsfähige Stadt möglich macht.

Mehrwert für Mensch, Umwelt und Quartier
»The Cradle« schafft einen Mehrwert sowohl für den Menschen als Nutzer, die Umwelt durch Re- und Upcycling als auch auf die Umgebung des Gebäudes durch ihre Aufwertung. Dem Nutzer wird zum Beispiel durch schadstofffreie Materialien eine gesunde und angenehme Arbeitsatmosphäre geboten. Gleichzeitig wird für Gebäudenutzer und Quartiersanlieger ein neues Angebot etabliert: Der integrierte „Mobility-Hub“ stellt zum Beispiel Car- und Bike-Sharing Angebote zur Verfügung.

The Cradle setzt sich den Anspruch, die Dinge ´besser zu machen´, als sie ‘weniger schlecht’ zu machen und für Mensch und Umwelt einen positiven Fußabdruck generieren. In diesem Sinne ist zum einen die entwurfliche Grundhaltung, einen Holzhybridbau zu planen, zu verstehen: Holz speichert CO2 und verbessert den CO2 Footprint des Projekts damit von Beginn an. Weiter wird dem Nutzer eine gesunde und angenehme Arbeitsatmosphäre geboten, was unter anderem durch schadstofffreie Materialien geschieht. Die Luft der Umgebung wird durch Dachbegrünung verbessert und die Umwelt durch Regen- und Grauwassernutzung entlastet.

Im Sinne der Circular Economy werden Bauelemente reversibel verbunden, sodass sie nach Gebrauch wiederverwertet werden können. Zusätzlich werden gesunde und vollständig recyclebare Bauprodukte verwendet oder gar beim Hersteller für ihre Lebensdauer geleast – THE CRADLE wird damit zum Materialdepot. Der „Material Passport“ verzeichnet alle verwendeten Materialien, was präzise Informationen über das verfügbare Depot sowie für einen späteren Rückbau liefert.

Die Vortragsreihe schloss mit einem Imbiss und einem engagierten Austausch der Teilnehmer über das voran gehörte. Unser herzlicher Dank gilt den Vortragenden sowie dem Gastgeber für Kost und Logis.

Weitere Infos zu The Cradle:
https://www.interboden.de/ib-projekte/thecradle/
The Cradle: Düsseldorfs erstes Holzhybridhaus von INTERBODEN ..

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AIV-Plakette am Rheinufertunnel angebracht

Am Rande des großen Bürgerfestes zum 25-jährigen Bestehen des Rheinufertunnels konnte AIV Vorstand Volker Weuthen gemeinsam mit NRW Finanzminister Lutz Lienenkämper, dem Präsidenten des Landtags André Kuper und Oberbürgermeister Thomas Geisel die frisch montierte AIV Plakette besichtigen.

‚Das schönste Bauwerk, das man nicht sieht‘ – so Geisel über den Rheinufertunnel. Für die AIV-Plakette wurde ein gut sichtbarer Platz an der Balustrade des nördlichen Tunnelmundes gefunden. Radfahrern und Fußgängern fällt die Bronzetafel ins Auge, wenn sie vom Altstadtufer kommend die Tunnelöffnung passieren.

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„SMART Building – Digitalisierung im Bauwesen“

Der AIV Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf setzt auch im Jahr 2019 die Reihe der Vortragsveranstaltungen fort und wird damit im Sinne der Satzung dem drängenden Bildungsanspruch der Mitglieder gerecht. Der Vortrag ist von der Ingenieurkammer NRW und der Architektenkammer NRW jeweils Fortbildung anerkannt.

Ein besonderes Augenmerk bei der Themenauswahl liegt auf neuen innovativen Technologien, Systemen und Möglichkeiten im Planungs- und Bauwesen.

Von intelligenten Sensoren bis hin zur Indoor Navigation durch Gebäude: Digitale Technologien erhalten Einzug in die Immobilienwelt. Es stellt sich schon bei der Projektentwicklung die Frage, was Digitalisierung konkret für das Projekt bedeutet. Wie viel Digitalisierung ist notwendig, um erfolgreich zu agieren? Wie so oft im Leben gilt auch hier: Ein einfaches Schwarz oder Weiß gibt es nicht! Denn weder digitale Enthaltsamkeit noch der Elektronik-Overkill sind die Lösung. Der richtige Mix ist des Rätsels Lösung.

Dazu gaben die beiden Referenten bei der Abendveranstaltung des AIV in den Räumen von Drees & Sommer, Dipl.-Ing. Architekt Frank Schnitzler und M.Sc. RWTH Marvin Meyer, in einem kurzweiligen Fachvortrag einen Überblick zum Thema.

Hierzu waren 30 Mitglieder und Gäste der Einladung des Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf gefolgt.

Die Immobilienbranche digitalisiert sich. Aktuelle Projekte wie der cube berlin oder das Projekt THE SHIP in Köln zeigen wie sich Bauwerke verändern. Ein wesentlicher Entwicklungsschritt vollzieht sich im Bereich von Big Data durch eine umfangreiche Erfassung, Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen. Für die am Bauprozess Beteiligten hat das Auswirkungen auf den Planungsprozess, und für die bauliche Umsetzung. Es entstehen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen. Die Referenten stellten dar, wir die herkömmlichen Planungsteams mit Experten aus den Bereichen BIM, Digitalisierung, WAN/LAN und Cyber Security ergänzt werden können. Zudem ist auch die Organisationsstruktur der Eigentümer und der FM Betrieb zukünftig auf die neuen Aufgaben auszurichten. Den Architekten und Ingenieuren wird dabei eine zentrale Rolle innerhalb der Planungsteams zukommen. Bei der Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie kommt es auf frühzeitige Einbindung der Beteiligten Planer, eine richtige Beratung von Bauherren , sowie die koordinierte Abwicklung an. Es können so Mehrwerte für Eigentümer, Nutzer und Betreiber erzeugt werden, für die Dienstleistungen und Services angeboten werden können.

Zum Abschluss der Veranstaltung schaffte mit einem Topf Suppe und erfrischender Fassbrause die gesellige Grundlage für einen angeregten Austausch unter den Beteiligten.

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Der Rheinufertunnel wird Bauwerk des Jahrhunderts

Anlässlich der Feier zum 125-jährigen Bestehen des AIV Düsseldorf wurde der Rheinufertunnel durch die Mitglieder des Architekten- und Ingenieurvereins gewählt. Dieses einmalige Verkehrsbauwerk setzte sich in einer anonymen Wahl deutlich unter den 10 nominierten Großprojekten ab.

Es glücklicher Zufall, dass dieser Rheinufertunnel gleichzeitig am 15. Dezember sein 25-jähriges Bestehen feiert und die Auszeichnung des AIV nun in den Blickwinkel der Öffentlichkeit gerät.

„Es gibt in Düsseldorf kein vergleichbares Bauwerk, das den innerstädtischen Verkehr, damit auch die Aufenthaltsqualität zwischen Innenstadt und Rheinufer, in diesem Maße positiv beeinflusst hat wie der Rheinufertunnel. Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass noch vor knapp 25 Jahren die heutige Rheinpromenade eine stark frequentierte Straße gewesen ist“, so die Jury unter Vorsitz des 1. Vorsitzenden des AIV Düsseldorf, Dieter Schmoll.

Kaum ein zweites Vorhaben in der Stadtgeschichte hat Düsseldorf aus stadtplanerischer Sicht derart verändert und nach vorne gebracht wie die Tieferlegung der Rheinuferstraße. Die Trennung zwischen Stadt und Strom wurde überwunden und Düsseldorf rückte 1993 wieder an den Rhein. Über Jahrzehnte hat die stark befahrene Bundesstraße 1 wie ein nur schwer zu überwindender Riegel zwischen Fluss und Stadt für eine Zäsur gesorgt.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte zum 25-jährigen Jubiläum ins Rathaus eingeladen. „Mit dem Bau des Tunnels hat Düsseldorfer Politik in den 80er und 90er Jahren eine weitsichtige Entscheidung getroffen“, lobt OB Geisel. „Der Tunnel steht auch heute noch für kreative und mutige Lösungen, die wir in unserer wachsenden Stadt brauchen. Die Rheinuferpromenade hat den Flaneur an den Rhein zurückgebracht und damit wesentlich zum modernen Lebensgefühl beigetragen. Das ist uns eine Verpflichtung für die weitere städtebauliche Entwicklung unserer Stadt, die wir uns für die kommenden Jahre vorgenommen haben.“

Bei der Jubiläumsfeier zeichnet der Düsseldorfer Architekten- und Ingenieurverein die Stadt für das Bauwerk des Jahrhunderts aus.

Am 15. Dezember 1993 war die Röhre für den Verkehr freigegeben worden. Seitdem rollen täglich 55.000 Fahrzeuge durch den knapp 2.000 m langen Tunnel, dessen Bau in gut dreieinhalb Jahren abgeschlossen werden konnte. Mit diesem größten, in der Landeshauptstadt jemals in Angriff genommenen Vorhaben zur Verkehrsberuhigung, erlangte Düsseldorf eine neue Attraktivität.

Zahlen und Fakten:

Baubeginn:                                         15. März 1990
Fertigstellung:                                   15. Dezember 1993
Kosten:                                               550 Mio. DM
Zuschüsse:                                         80%
Tunnellänge:                                       1.928 m
Unterführung Gladbacher Straße:      300 m
Breite je Röhre:                                  9,70 m – mit je zwei Fahrbahnen zu je 3,00 m und einer Standspur mit 2,00 m

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AIV-Exkursion nach Antwerpen vom 14.09. – 15.09.2018

Die Kriterien für die mittlerweile 8. AIV-Exkursion waren für das Jahr 2018 relativ schnell klar: Es galt eine Stadt zu finden, die wie immer aus architektonischer wie ingenieurtechnischer Sicht attraktiv sein sollte, mit einem Besichtigungsprogramm, das in zwei Tagen zu bewältigen ist, allerdings in einem Umkreis von bis zu 250km um Düsseldorf herum liegen sollte. Nach der letztjährigen Tour ein durchaus legitimer Ansatz mit dem Hintergedanken, nicht im Laufe der Jahre immer weiter wegfahren zu müssen, um irgendwann in Tokio zu landen. Obwohl, warum nicht? Jedenfalls fiel die Wahl auf das schöne Antwerpen, von der Einwohnerzahl in etwa mit Düsseldorf zu vergleichen und unter architektonischen Gesichtspunkten in einer ständigen Entwicklung begriffen.

Wie immer ging es für die mittlerweile eingeschworene Reisegemeinschaft früh los: Der Start erfolgte um 7:30 Uhr an den Rheinterrassen und nach guten zweieinhalb Stunden Fahrt (incl. Pause) waren wir an unserer ersten Sehenswürdigkeit angekommen: Dem Hafenhaus von Zaha Hadid, in dem 500 Mitarbeiter der Hafengesellschaft Antwerpen untergebracht sind. Doch nicht nur kontrovers zu beurteilenden Architektur wurde vor Ort fachkundig besprochen. Auf der weiteren Fahrt zu geschichtsträchtigen Gebäuden wie dem Red Star Line Museum oder originellen Gebäuden wie z. B. dem Museum an de Stroom (MAS) wusste unsere Reiseleiterin Natacha van de Peer viele interessante Dinge zu berichten und band im Erdgeschoß des MAS geschickt den interaktiv gestalteten Überblick zur Entwicklung der Stadt Antwerpen mit ein.

Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Bei bestem Wetter saßen viele Teilnehmer im Freien und genehmigten sich vor der Weiterfahrt ein ordentliches Mittagessen, ergänzt um das ein oder andere belgische Bier. Apropos Bier: Vor der Ankunft im Hotel stand eine für belgische Verhältnisse vermutlich nicht zu vermeidende Brauereibesichtigung bei De Koninck auf dem Programm, ergänzt um einen Abstecher zum Maison Guiette, einem Atelierhaus von Le Corbusiers aus dem Jahr 1926 und seit 2016 Weltkulturerbe. Gleiches gilt für das Plantin-Moretus-Museum, das im Zuge der am folgenden Tag durchgeführten Stadtführung von unserer Gruppe besucht wurde. Mit sehr vielen Informationen zur umfangreichen Historie der gesamten Stadt entliess man uns in den Nachmittag, der zur freien Verfügung stand und zum Einkauf von Schokolade, Bier und diversen Mitbringseln genutzt wurde.

Zurück in Düsseldorf blieb am Abend für die Organisatoren um Margrit Reinhardt festzustellen, daß AIV-Exkursionen tatsächlich nicht immer an Orte führen müssen, die noch weiter weg sind. In einem akzeptablen Radius um Düsseldorf herum gibt es noch viel zu bereisen und sehr viel Architektur zu bewundern. Mal sehen, wohin es uns im Jahr 2019 verschlägt!

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AIV ehrt Rhein-Ufer-Tunnel als Bauwerk des Jahrhunderts

Im Rahmen einer Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen des Rhein-Ufer-Tunnels hat Volker Weuthen (links), stellvertretend für die Mitglieder des AIV Düsseldorf, gestern Abend im Düsseldorfer Rathaus die offizielle Plakette für das Bauwerk des Jahrhunderts an Oberbürgermeister Thomas Geisel übergeben.

Im Rahmen der 125 Jahrfeier des AIV Düsseldorf wurde in diesem Jahr erstmalig ein Preis für das „Bauwerk des Jahrhunderts“ in Düsseldorf vergeben. Aus insgesamt 11 nominierten Bauwerken wurde der Rhein-Ufer-Tunnel durch die rund 300 Mitglieder der AIV einstimmig zum Bauwerk des Jahrhunderts gewählt. Wir gratulieren recht herzlich!

Weitere Informationen finden Sie auch im Online-Portal der Rheinischen Post Direktlink.