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Der Bilker Bunker ist das „Bauwerk des Jahres 2021“

Über 150 Mitglieder*innen haben mit ihren Stimmen dafür votiert: „Bauwerk des Jahres 2021“ ist der Bilker Bunker, der von dem Düsseldorfer Architekturbüro anderswohneninderstadt und der KÜSSDENFOSCH Häuserwachküssgesellschaft mbH als Projektentwickler zu einem urbanen Gebäude mit einem einzigartigen Mix aus kulturellen, kommerziellen und Wohnnutzungen umgewidmet und umgebaut wurde. Das innovative Projekt wurde aus einer Shortlist von vier 2021 fertiggestellten Bauwerken in der Rheinmetropole ausgewählt. Neben der Sanierung des Schauspielhauses (ingenhovenarchitects) waren außerdem das zum Hotel umgenutzte frühere Commerzbank-Hochhaus (HPP) sowie das ebenfalls den Bestand transformierende Bürogebäude Fürst & Friedrich (sop architekten) nominiert worden.

Der Bilker Bunker ist das vorbildliche Beispiel einer neuen ressourcenschonenden und milieuerhaltenden Umbaukultur. Das nach der Ersteigerung durch einen Investor lange abrissgefährdete, durch das Wirken einer Bürgerinitiative gerettete, schließlich denkmalgeschützte Bauwerk konnte nicht nur in seiner stadtbildprägenden baulichen Substanz erhalten werden. Durch die geschickte Aufstockung des Weltkriegsbunkers mit exklusiven Eigentums-Penthouse-Wohnungen und den aktuell startenden Ausbau darunter liegender Bunkeretagen für Vertical Farming und kommerzielle Lagerflächen wird es möglich, die unteren zwei Etagen sowie die beiden Tiefgeschosse für kulturelle Aktivitäten und Initiativen vorzuhalten. Die Bedeutung des Hochbunkers als ein beliebter öffentlicher Ort Düsseldorfer Stadtteil- und Subkultur kann so nachhaltig für die Zukunft gesichert werden. Für die TGA des Projektes sind das Planungsbüro Jansen aus Rheurdt (Elektro) und PBS Energiesysteme aus Haan (Heizung, Sanitär und Lüftung) verantwortlich. Die Tragwerksplanung haben Thielen König – Beratende Ingenieure aus Düsseldorf übernommen.

Dieter Schmoll, Vorsitzender des AIV Düsseldorf, beglückwünschte den Gewinner: „Es standen in diesem Jahr nur hochkarätige Projekte zur Auswahl. Der Umbau des Bilker Bunkers hat unsere Mitglieder und Mitgliederinnen am Ende mehrheitlich überzeugt, weil er ein Zeichen setzt: Der spektakuläre Dachaufbau mit exklusiven Wohnungen trägt dazu bei, dass kulturelle Nutzungen erhalten und ein vielschichtiger öffentlicher Ort mit einer besonderen Geschichte bewahrt wird.“

Die Auszeichnung wurde vom Vorstand des AIV Düsseldorf am 7. September 2021 vor Ort anlässlich der Öffnung eines zweiten Haupteinganges übergeben. Dabei konnten sich die Mitglieder*innen von den Qualitäten der Eigentumswohnungen überzeugen sowie die verschiedenen Bunkeretagen besichtigen, die in einem nun folgenden zweiten Bauabschnitt umgebaut werden.

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Baustellenbesichtigung Stadtbahn U81

Am Donnerstag, den 29.07.2021 folgten insgesamt 18 Teilnehmer der Einladung des AIV zur Besichtigung der Baustelle der U81 im 1. Bauabschnitt.

Dieser wird die lang erwartete direkte Verbindung des Düsseldorfer Flughafens zur Messe Düsseldorf darstellen.

Unser Vereinsmitglied Michael Plappert konnte uns als Gesamtprojektleiter sehr kompetent detaillierte Einblicke in die Planung und aktuellen Bautenstände der Lose 1 und 2 geben.

Besonders beeindruckte dabei die Dimension der offenen Baugrube der U-Bahn Haltestelle in direkter Nachbarschaft zum Flughafenterminal und die Vorstellung, dass die Stahlbrückenkonstruktion des Los 2 unter Aufrechterhaltung des vollen Verkehrsbetriebes über drei Ebenen (Autobahn A44, Bundestraße B8 und Stadtbahnstrecke Düsseldorf-Duisburg) frei auskragend in Teilabschnitten über den Nordstern “geschoben” wird. Die Leistungen der beteiligten Ingenieure und der ausführenden Firmen wurden mit viel Staunen und Bewunderung gewürdigt. Begriffe der “atmenden Brücke”, der eingesetzten “Staffelanker” und der Cross-Hole (Ultraschall) Prüfung zur Qualitätsprüfung der Schlitzwandlamellen wurden spannend erläutert und führten zwangsläufig zu der Überzeugung, dass diese Baustellenbesichtigung eine Fortsetzung finden muss.

Sehr herzlichen Dank lieber Michael Plappert!

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Zum Tod von Wolfgang Döring

Univ.-Prof. Dipl. Ing. Wolfgang Döring 1934 – 2020

Der AIV Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf e.V. trauert um den Düsseldorfer Architekten und Hochschullehrer Wolfgang Döring.

 

Viele ehemalige Studenten wie auch der 1. Vorsitzende des AIV, der als einer der ersten Diplomanden bei ihm an der RWTH Aachen studierte und in seinem Büro arbeitete, erinnern sich an einen charismatischen, modernen „Klardenker“. Wolfgang Döring starb am 4. November 2020 mit 86 Jahren.

Ganze Generationen von Studenten hat er am Lehrstuhl für Baukonstruktion und Entwerfen in der Zeit von 1972 – 1999 geprägt und die Architekturlehre mit Leidenschaft und Erfolg vertreten. Der auslaufenden Studentenbewegung der späten 68er Jahre hatte er am Reiff-Museum in Aachen etwas Positives zuzusetzen.

Wolfgang Döring selbst studierte an der Technischen Hochschule in München und legte bei Egon Eiermann 1958 an der Technischen Hochschule Karlsruhe sein Diplom ab und arbeitete bei Paul Schneider-Esleben bevor er 1964 sein eigenes Büro gründete.

Er stand der Kunstszene sehr nahe und zählte u. a. Günther Uecker zu seinen engsten Freunden, mit dem er über seine futuristischen Architekturentwürfe diskutierte. Er ließ die frühen Modelle von den Fotografen Bernd und Hilla Becher fotografieren. Seiner Zeit weit voraus beschäftigte er sich mit dem elementierten, seriellen Bauen und er dache über die industrielle Vorfertigung von „Low Cost“ Häusern für die dritte Welt nach. Zu den bis heute bedeutendsten Bauten zählt das Haus Mayer-Kuckuk aus seiner frühen Schaffenszeit 1965 – 1967, das als Fertigbau aus einem Tragwerk mit markanten, außen sichtbaren Leimholzbindern besteht.

Wolfgang Döring lehrte mit Leidenschaft und großem Engagement über 26 Jahre. Seine Vorlesungen und Übungen für Baukonstruktion waren provokant und visionär. Die Studierenden mussten seinem hohen Anspruch nach klarer Konsequenz im Entwurf genügen.

Sein Düsseldorfer Büro führte er erfolgreich bis zu seinem Ausscheiden 2018 mit seinen beiden Büropartnern und ehemaligen Studenten Michael Dahmen und Elmar Joeressen, die sein Büro nun weiterführen. Zu seinen bekanntesten Bauten in Düsseldorf zählen vor allem private Wohnhäuser, das Kai Center im Medienhafen und das Portobello Hochhaus am Landtag.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Wir werden Wolfgang Döring und seine Ideen als ehrendes Andenken bewahren.

Dieter Schmoll
– 1.Vorsitzender des AIV Düsseldorf e. V. –

 

Foto:
Das Foto wurde uns freundlicherweise von Anna Meyer-Kahlen, der Tochter Wolfgang Dörings zur Verfügung gestellt.
www.meyer-kahlen-fotografie.de

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Erfahrungen Krisenmanagement Corona Pandemie

Mit der 3. Online-Veranstaltung des AIV am 23.06.2020 erfolgte der von vielen nachgefragte, kollegiale Gedankenaustausch unserer Mitglieder im Umgang mit der Corona-Krise und den hieraus gewonnenen Erfahrungen.

Hierzu standen Dieter Schmoll, RKW Architektur +, Volker Weuthen, HPP Architekten, Alexander Fürst, Fürst Architects und Christian Fürwentsches, Drees & Sommer als Referenten jeweils mit einem Impulsvortrag zur Verfügung, worauf sich schließlich mit den angeschlossenen Teilnehmern eine Diskussion im Chat unter Moderation von Margrit Reinhardt ergab.

Die ursprüngliche Sorge mit der vordringlichsten Frage zur Aufrechterhaltung der Bürobetriebe hat sich zumindest bei den größeren Büros nicht bewahrheitet. Mit einer gut laufenden Kommunikationspolitik an die Mitarbeiter konnte in den ersten Wochen der Pandemie Ruhe und Ordnung bewahrt werden. Die Projektarbeit wurde im Homeoffice erfolgreich, wenn auch nicht immer effektiv, umgestellt. Offenbar waren wegen der zur Verfügung stehenden Ressourcen dabei die größeren Büros besser aufgestellt und konnten problemloser durch die ersten Wochen der Krise gehen.

Telefon- und Videokonferenzen haben sich als typisches Mittel erwiesen, die Kommunikation nach außen mit Auftraggebern und Fachkollegen aufrechtzuerhalten. Die fehlenden Möglichkeiten, wie gewohnt notwendige Abstimmungen mit öffentlichen Ämtern durchzuführen erwiesen sich als schwierig, was zu einem Nachlassen von Baugenehmigungen im Jahr 2020 mit der Folge einer späteren Konjunkturabflachung wegen fehlender Baugenehmigungen führen wird.

Herr Schmoll berichtet über eine Befragung an die Mehrzahl der Kollegen bei RKW, die ein Stimmungsbild zur Lage wiedergeben. Die Hälfte der Mitarbeiter arbeitet ähnlich wie bei HPP zu Hause im Homeoffice und beklagt häusliche Störungen sowie schlechte Internetverbindungen. Dennoch wird die Möglich, auch künftig verstärkt im Homeoffice zu arbeiten sehr begrüßt. Die Mehrheit wünscht sich aber eine regelmäßige Anwesenheit und eine direkte Kommunikation mit den Kollegen im Büro.

Die in allen Büros durchgeführten Maßnahmen zur Einhaltung der Hygiene und der Abstände, die Separierung auf Etagen und das Unterbinden von direkten Besprechungen sind Grund dafür, dass bisher unter den im AIV verbundenen Büros keine Corona-Fälle aufgetreten sind. Die Vorsichtsmaßnahmen werden weiterhin greifen und mit einer Veränderung ist bis zum Jahresende nicht zu rechnen.

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Exkursion Basel 2019

AIV Städtereise nach Basel 2019

Die diesjährige AIV Städtereise nach Basel war schon im Vorfeld mit hohen Erwartungen verbunden, denn nicht zuletzt gilt diese Stadt am Rhein als Geheimtipp mit hohem Anspruch an Architektur, Kunst und nebenbei gesagt auch für das Kulinarische.

So hatten Wolfgang Thielen und Dieter Schmoll ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und wir konnten uns dabei auf das gut funktionierende Netz der Straßenbahn verlassen, das unsere 43-köpfige Reisegruppe nutzte und uns abends in das Messehotel Hyperion zurückbrachte.

Nach einem geführten Rundgang durch das alte und neue Kunstmuseum der Architekten Christ und Gantenbein blieb am ersten Tag Zeit für einen Mittagsimbiss im Bistro des Museums und so trafen am Nachmittag auf Christian Kaldewey, Projektleiter im Büro Herzog de Meuron, der uns den modernen Kirchenbau St. Antonius ganz in Beton mit einer Glasarchitektur von Helmut Federle näherbrachte. Die Farbgestaltung der Gläser war Vorbild für das Laborgebäude von Diener + Diener auf dem Novartis Campus, den wir mit einer Vielzahl weiterer, bemerkenswerter Ikonen der Architektur mit Christian Kaldewey besichtigen konnten.

Mit einem vorzüglichen Menu im Gasthof Zum Goldenen Sternen, direkt mit Blick auf den Rhein gelegen, fand der Abend seinen geselligen Abschluss, zumindest bis auf diejenigen, die im Messehaus, der höchsten Bar der Schweiz, anschließend noch eine Abwechslung suchten.

Die städtebauliche Entwicklung von Basel war ein Thema des zweiten Tages. Im sogenannten Transitlager konnten wir über ein eindrucksvolles Präsentationsmodell die Vergangenheit und die Zukunft auf dem Dreispitzgelände von Basel erfahren. Zweifellos war die geführte Besichtigung des Roche Hochhauses I ein absolutes Highlight des Tages. Mit Unterstützung von Drees & Sommer konnten wir das 165 m hohe Gebäude erleben und erfuhren vieles über die Roche eigene Philosophie und das im Bau befindlich Projekt Roche II, nur einen Steinwurf vom Roche I entfernt.

Für den Abend lud der AIV seine Mitglieder in das Traditionsrestaurant Kunsthalle ein und viele geöffnete Flaschen Wein sprachen für einen gelungenen Abend.

Am Folgetag brachte uns der Bus zur Beyeler Foundation mit einer Sonderausstellung von Rudolf Stingel. Schade, dass wir das Ehepaar Dahms im Hotel vergessen hatten, was uns beim Durchzählen im Bus nicht unbedingt aufgefallen war. Für alles fanden wir aber dann eine schnelle Lösung und so waren wir bald wieder vereint.

Nach der Besichtigung des Vitra Campus mit dem Vitra Museum, den Bauten von Frank Gehry, Herzog de Meuron, Tadao Ando und der Feuerwache von Zaha Hadid blieb Zeit für einen Einkauf im Vitra Haus, bis wir dann zum Flughafen fuhren. Zur späten Stunde landeten wir wieder in Düsseldorf und jeder der Mitreisenden konnte von Erlebnissen berichten.

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AIV Sommerfest 2019

Das Sommerfest am 19.07.2019 war ein voller Erfolg! Nicht nur, weil so viele Mitglieder und Freunde des AIVs den Weg auf die Dachterrasse des Büros HPP gefunden haben, sondern mehr noch, weil sich bei bestem Wetter gute Laune breit machte und wir alle auf einen stimmungsvollen Abend zurückschauen. Dieter Schmoll als 1. Vorsitzender und Volker Weuthen als Gastgeber freut es.

Das Programm wurde durch das große Feuerwerk der zu Ende gehenden Rheinkirmes eingerahmt. Besondere Erwähnung verdienen die beiden Nachwuchstalente der deutschen Nachwuchsszene, Lina Knörr Gesang und Niklas Roever am Piano. Sie ernteten einen riesigen Applaus und sorgten für die musikalische Untermalung des Abends.

Lieben Dank den helfenden Händen des Abends.

 

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AIV Förderpreis 2019 - Preisvergabe

Die Vergabe des AIV Förderpreises fand erstmals in den neuen Räumlichkeiten der PBSA an der Münsterstraße statt. Das große Foyer mit seiner offenen Atmosphäre erwies sich als idealer, lebendiger Ort hierfür.

Der AIV vergab nach einem Auswahlverfahren in zwei Rundgängen die gut dotierten Preise von insgesamt 2.500 € an zwei Bachelor-Absolventen im Bereich Architektur und Innenarchitektur.

Frau Alina Richter erhielt den 2. Preis für ihre Abschlussarbeit einer temporären Trauerhalle aus der Klasse von Prof. Schuster und Prof. Ackermann, deren Besonderheit darin lag, das Gebäude als Containerlösung für verschiedene Düsseldorfer Friedhöfe zu entwickeln. Die Vielseitigkeit, die Wiederverwendbarkeit von Materialien stand im Vordergrund. Verschiedene modulare Bautypen fügen sich je nach Situation in wechselnde Umgebungen ein. Wichtig bleibt die Anordnung der Module untereinander. Sie schaffen zusätzlich interessante, spannungsvolle Außenräume mit Sichtverbindungen. Hervorzuheben ist die transluzente Fassade, die im Inneren zu einer diffusen Lichtstimmung führt.

Der 1. Preis ging dieses Mal in den Bereich der Innenarchitektur an Linda Hündgen, aus der Klasse von Prof. Klein-Wiele und beschäftigt sich mit der Wiederbelebung einer klassizistischen Häuserzeile, den sogenannten Herbertzhäusern am Uerdinger Markt in Krefeld.

Die Nutzung des Hauses wird zum Quartierszentrum für alle Generation. Im Vordergrund stehen die Denkmalpflege und der Erhalt der einzigartigen Häuserzeile, die mit dem Marktplatz ein Ensemble bildet. Die ausgezeichnete Arbeit geht sehr behutsam mit dem denkmalgeschützten Charakter des Hauses um, mit viel Respekt und Achtung, weshalb die Innengestaltung deutlich zurücktritt. Material und Farbgebung gehen harmonisch auf das äußere Erscheinungsbild des Hauses und seiner inneren Detaillierung von Stuck, Putz und Holzoberflächen ein.

Die beiden Preisträger Frau Alina Richter und Frau Linda Hündgen wurden feierlich unter der Anwesenheit aller Studierenden von Dieter Schmoll, dem 1. Vorsitzenden des AIV ausgezeichnet. In den kommenden Wochen werden die Arbeiten in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Neue Wege für das Bauen der Zukunft - C2C

Am 09.07.2019 konnte der Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf ein weiteres Mal zeigen, dass wir mit unseren Partnern am Puls der Zeit ganz vorne dabei sind und mit diesem Qualitätsprädikat in Düsseldorf mit geballter Mitgliederkompetenz in Rat und Tat für die Bau- und Immobilienbranche zur Verfügung stehen. 35 Teilnehmer waren der Einladung des AIV gefolgt.

Bei der die Vortragsveranstaltung des Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf in Kooperation mit EPEA Part of Drees & Sommer, HPP Architekten und INTERBODEN wurde das innovative und mehrfach prämierte Projekt The Cradle – vorgestellt https://www.hpp.com/projekte/fallstudien/the-cradle/ . The Cradle – ein Bürogebäude in Holzhybridbauweise im Düsseldorfer Medienhafen wird nach dem holostischen Cradle to Cradle Konzept entwickelt und umgesetzt. Auf dieser Veranstaltung wurde der Ansatz und das Vorhergehen aus drei verschiedenen Perspektiven dargestellt. Der EPEA mit Frau Dr. Tanja Scheelhaase als C2C-Berater, HPP Herr Antonino Vultaggio als Architekt und der Projektentwickler INTERBODEN mit Herrn Carsten Böll. Deutlich wurde, dass dieses Gebäude eine Haltung transportiert und auf vielfacher Weise Mehrwerte erzeugt: sowohl für die Nutzer und Mieter als auch für das Quartier und die Umgebung. Daneben ist es auch wirtschaftlich interessant Investoren und fungiert als werthaltiges Materialdepot. Durch den nachwachsenden und nachhaltigen Baustoff Holz wird zudem ein weiter positiver Beitrag geleistet: die Sequestrierung von CO2. Klar wurde in der Diskussion, wenn man erst einmal den Weg von C2C gegangen ist, kann man nicht mehr anders.

Bauherr: INTERBODEN
Standort: Düsseldorf
BGF: 5.200 m²
Fertigstellung: 2021
Auszeichnungen: MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2018, ICONIC AWARD: Innovative Architecture 2018

Inspiriert vom Cradle to Cradle ® – Gedanken, zeigt »The Cradle« in Düsseldorf wie Architektur die zukunftsfähige Stadt möglich macht.

Mehrwert für Mensch, Umwelt und Quartier
»The Cradle« schafft einen Mehrwert sowohl für den Menschen als Nutzer, die Umwelt durch Re- und Upcycling als auch auf die Umgebung des Gebäudes durch ihre Aufwertung. Dem Nutzer wird zum Beispiel durch schadstofffreie Materialien eine gesunde und angenehme Arbeitsatmosphäre geboten. Gleichzeitig wird für Gebäudenutzer und Quartiersanlieger ein neues Angebot etabliert: Der integrierte „Mobility-Hub“ stellt zum Beispiel Car- und Bike-Sharing Angebote zur Verfügung.

The Cradle setzt sich den Anspruch, die Dinge ´besser zu machen´, als sie ‘weniger schlecht’ zu machen und für Mensch und Umwelt einen positiven Fußabdruck generieren. In diesem Sinne ist zum einen die entwurfliche Grundhaltung, einen Holzhybridbau zu planen, zu verstehen: Holz speichert CO2 und verbessert den CO2 Footprint des Projekts damit von Beginn an. Weiter wird dem Nutzer eine gesunde und angenehme Arbeitsatmosphäre geboten, was unter anderem durch schadstofffreie Materialien geschieht. Die Luft der Umgebung wird durch Dachbegrünung verbessert und die Umwelt durch Regen- und Grauwassernutzung entlastet.

Im Sinne der Circular Economy werden Bauelemente reversibel verbunden, sodass sie nach Gebrauch wiederverwertet werden können. Zusätzlich werden gesunde und vollständig recyclebare Bauprodukte verwendet oder gar beim Hersteller für ihre Lebensdauer geleast – THE CRADLE wird damit zum Materialdepot. Der „Material Passport“ verzeichnet alle verwendeten Materialien, was präzise Informationen über das verfügbare Depot sowie für einen späteren Rückbau liefert.

Die Vortragsreihe schloss mit einem Imbiss und einem engagierten Austausch der Teilnehmer über das voran gehörte. Unser herzlicher Dank gilt den Vortragenden sowie dem Gastgeber für Kost und Logis.

Weitere Infos zu The Cradle:
https://www.interboden.de/ib-projekte/thecradle/
The Cradle: Düsseldorfs erstes Holzhybridhaus von INTERBODEN ..

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AIV-Plakette am Rheinufertunnel angebracht

Am Rande des großen Bürgerfestes zum 25-jährigen Bestehen des Rheinufertunnels konnte AIV Vorstand Volker Weuthen gemeinsam mit NRW Finanzminister Lutz Lienenkämper, dem Präsidenten des Landtags André Kuper und Oberbürgermeister Thomas Geisel die frisch montierte AIV Plakette besichtigen.

‚Das schönste Bauwerk, das man nicht sieht‘ – so Geisel über den Rheinufertunnel. Für die AIV-Plakette wurde ein gut sichtbarer Platz an der Balustrade des nördlichen Tunnelmundes gefunden. Radfahrern und Fußgängern fällt die Bronzetafel ins Auge, wenn sie vom Altstadtufer kommend die Tunnelöffnung passieren.